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Freitag, 25. Juli 2008 | News

Zimbra Desktop gibt Prism neuen Auftrieb

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/php/news/044373)
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Collaboration. Nicht nur als Schlagwort sondern als gelebte Messaging-Kultur, wenn E-Mail-Accounts jedweder Art – Gmail, AOL Mail, Yahoo! Mail; egal, Hauptsache POP3- oder IMAP-fähig – gemeinsam unter einer Oberfläche verknüpft werden. Das erlaubt die jetzt erstmals freigegebene Beta 3 des Zimbra Desktop. Dank des zugrunde liegenden Mozilla Prism als Plattform (die Wiederum auf Mozillas XULRunner aufbaut), ist der auf Webtechnologie basierende Desktop plattformunabhangig und offlinefähig.

Features

Der Zimbra Desktop versteht sich als mehr als nur ein weiterer E-Mail-Client. Zum einen lassen sich sämtliche eigenen Accounts unter einem Dach zusammenfassen, zum anderen werden alle Daten und Services mit der Software offlinefähig. Terminverwaltung ist über die integrierte iCal-Unterstützung ebenfalls möglich; außerdem enthält die Software einen Task-Management-System, die Möglichkeit einfache Dokumente und Tabellen erstellen zu können sowie eine Briefcase genannte Funktion, die die Verwaltung von Dokumenten und Attachements bequem über eine zentrale Steuerung übernehmen soll.

Huhn oder Ei?

Betrachtet man zum Beispiel die Google-Konkurrenz, die sich aus den einzelnen Komponente Google Mail, Google Docs, Google Calendar und Google Spreadsheet zusammensetzt, wird gleich ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Zimbras Ansatz und dem anderer Web-Desktop-Anwendungen sichtbar. Zimbra Desktop lockt Webanwender auf den Desktop. Google macht es genau umgekehrt und lockt Desktopanwender in das Web. Wobei mit GoogleGears zugegebener Weise auch die andere Richtung technisch wieder möglich geworden ist.

Durchbruch für Prism?

Mehr Prism

Mehr zum Einsatz von Prism können Sie übrigens auch in der Ausgabe 2.08 unseres PHP Magazins nachlesen. XUL-Developer werden sicherlich in unserem Artikel Firefox 3.0 für Entwickler fündig werden.

Die Frage wird jetzt vor allem auch sein, ob Zimbra mit seiner Entscheidung auf Prism zu setzen, generell auch Prism der allmähliche Durchbruch als Plattform für RIAs aller Art gelingen wird und ob Prism sich gegenüber Adobes AIR wird durchsetzen können.

Mark Finkle, Plattform Evangelist bei Mozilla, sieht Prism unter dem Zimbra Desktop zumindest schon auf dem richtigen Weg und kündigt schon weitere Plattform-Neuerungen an und schielt dabei auf Fluid und Bubbles – und natürlich den jeweils aktuellen Prism-Developer-Snapshot.

(rl)

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