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Freitag, 6. Januar 2012 | News

Streit um die "wahre PHP-Kultur": PHP-Manifesto unter Beschuss

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/php/news/061375)
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Das Micro PHP Manifesto von Ed Finkler stieß erwartungsgemäß auf kritisches Echo. Anthony Ferrara alias ircmaxell griff die Idee des minimalistischen PHP-Programmierens in seinem Blog auf und wies einige der Ideen sehr scharfsinnig zurück.

Die Aussage "Ich bin ein PHP-Entwickler" etwa sei schon in der Grundannahme falsch, denke man an die Idee des einflussreichen Autoren Steve McConnell. Er sagte, dass man beim Programmieren eine Grundidee in Code übersetzen solle, und nicht seine Ideen durch bestehende Grenzen der Programmiersprache einschränken lassen solle - geschweige denn, dass man alles auf die Sprache zuschneidet. Dies solle man eher als Detail bei der Implementierung verstehen.

"Ich mag es, kleine Dinge zu bauen" scheitere spätestens daran, wenn kleine Projekte über ihre anfängliche Bestimmung hinauswachsen. Hier geht es gleich weiter mit der Kritik zu "Ich will weniger Code; nicht mehr": Das Ziel könne langfristig nicht sein, möglichst wenige Zeilen zu schreiben. Vielmehr sei es wichtig, dass sich der Code leicht verstehen und warten lasse. Hier verweist Ferrara auf die Prinzipien-Sets SOLID im Gegensatz zu STUPID.

"Ich mag einfachen, lesbaren Code" stehe in klarem Widerspruch zu Finklers eigenen Anführungspunkten des Manifestos, da auf Kürze getrimmter Code viel schwerer lesbar sei als eine mehrzeilige und doch simple Lösung. Er argumentiert weiter, dass das menschliche Gehirn nur sehr schwer in der Lage sei, sich etliche Details zu merken. Arbeite man hingegen mit APIs und höheren Abstraktionsebenen, brauche man sich später gar nicht darum zu kümmern, was eine Ebene höher oder tiefer vor sich gehe und alles bleibe wunderbar einfach.

Abschließend sagt er, dass das Micro-Framework-Konzept nicht verkehrt sei, doch nicht als generell beste Herangehensweise verstanden werden dürfe. Es sei eine Möglichkeit von vielen. So wie ein Handwerker viele Werkzeuge in seinem Repertoire hat, hat PHP viele Frameworks zur Auswahl. Man sollte sich nicht auf eines davon festlegen, nur weil man es am besten beherrscht. Statt dessen sollte man das passende für die jeweilige Aufgabenstellung auswählen.

Welches Sebstverständnis bringt Ihr als PHP-Entwickler mit?

(eh)

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Kommentare

Gravatar Daniel 06.01.2012
um 14:20 Uhr
Man braucht für die verschiedenen Aufgaben unterschiedliche Werkzeuge. Man kann mit einem Hammer nun einmal keine Schraube eindrehen und mit einem Schraubendreher keinen Nagel in die Wand schlagen. Warum man daraus nun einen Wissenschaft oder zumindest einen Zwist machen will, wird mir nicht ganz klar. Das erinnert mich eher an diverse Agenturen, die sich ganz auf Typo3 und / oder Magento versteifen und bei jedem Projekt auch nur diese beiden Systeme einsetzen - auch wenn es andere, besser passende und günstigere Lösungen gäbe. Jemand, der z.B. im Nebenjob den Versandhandel ausprobiert, braucht keinen Shop, der insgesamt 5-6stellige Kosten verursacht, sondern eine schnelle und preiswerte Lösung. Und da sind andere Systeme eben besser geeignet. #zitieren

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