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Freitag, 26. März 2010 | Topthema

Gravatar bereitet sich auf das soziale Zeitalter vor

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/php/news/054660)
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Gravatar? Soziales Zeitalter? Immer der reihe nach: Gravatar ist ein inzwischen zu Automattic (den WordPress-Machern) gehörender Service, über den einzelnen E-Mailadressen kleine Bildchen zugewiesen werden können - zum Beispiel, um Kommentare mit einem Foto vom User zu versehen und der ganzen Sache ein Gesicht zu geben. Und wer das jetzt erst einmal ausprobieren möchte - die Kommentarfunktion hier auf phpmagazin.de unterstützt selbstverständlich auch Gravatare. Falls zu einer Mailadresse noch kein Foto auf gravatar.com hinterlegt ist, gibt es ein frei definierbares Standardicon.

Der Gravatar-Service hat sich unter Bloggern und Communityportalen in den letzten Jahren zum Standard weiterentwickelt, nicht zuletzt auch, weil sich der Service kostenfrei und individuell per API auch auf eigenen Seiten nutzen lässt. Um den Anschluss an die Social-Network-Welle nicht zu verpassen, soll der Service jetzt ausgebaut werden.

Zeige mir, wer du bist: Neue Features mit Gravatar

Beau Lebens stellt im wordpress.com-Blog einige der kommenden neuen Gravatar-Features vor. Danach können User ihre Foto/E-Mail-Zuordnungen jetzt mit einem eigenen Profil anreichern. Zum Beispiel können so nicht nur E-Mailadressen mit einem Foto verknüpft werden, sondern der User kann in seinem Gravatar-Profil auch weitere Angaben wie Skype-Profil, Facebook- und Flickr-Account oder auch Links zu eigenen Webseiten mit angeben.

Abb. 1: Beispielprofil auf gravatar.com (Quelle: wordpress.com)
Abb. 1: Beispielprofil auf gravatar.com
(Quelle: wordpress.com)

Der Nutzen liegt auf der Hand: Statt sich in Kommentaren mit einem Bildchen zu begnügen, können User künftig inklusive ihrer sozialen Netzwerke mit eingebunden werden. So erscheinen Kommentare künftig vielleicht auch auf Facebook, beziehen so weitere Interessenten in die Diskussion mit ein und verlieren sich nicht auf irgendwelchen Webseiten. Davon profitieren Nutzer wie auch Anbieter.

Ein kleiner Hinweis zum Datenschutz darf hier natürlich nicht fehlen:

We’re continuing the tradition of complete openness and transparency that Gravatar (and WordPress) has been known for, so nothing you put into your profile will be locked behind proprietary APIs or a scary terms of service — what you choose to share in your profile will be open to the world. Beau Lebens, 2010

Also nicht vergessen: Gravatar dient dazu, Informationen öffentlich zu machen. Bisher hat man Gravatar dazu genutzt, seine E-Mailadresse mit einem Foto zu verknüpfen. Künftig kann man noch mehr Informationen angeben - und diese stehen dann auch jedem zur Verfügung (solange sie eben angegeben werden).

Aktuell ist der Service noch im Aufbau und Nutzer haben nur Zugriff auf ihr eigenes Profil. Ob individuelle Rechte gesetzt werden können (wer kann was wo sehen) steht noch nicht fest, zumindest ist aber im Moment auch noch keine Rede davon.

Profiles will become public for everyone soon so make sure to check yours out and update it to include (or leave out) exactly what you want. If you remove all information from your profile, then other people will only be able to see your Gravatar, just like right now. Beau Lebens, 2010

(rl)

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Kommentare

Gravatar Myri 26.03.2010
um 10:21 Uhr
Early Adopter! #zitieren
Gravatar Pöbel 26.03.2010
um 12:32 Uhr
Ich ziehe es doch lieber vor, unerkannt zu bleiben. Wobei es schön wäre, einen Trackingservice zu haben, bei dem ich immer sehen kann, wo ich alles was kommentiert habe. Dann muss ich keine Fake-Mailadressen anlegen, um mich für diese dämlichen "Benachrichtige mich bei nachfolgenden Kommentaren per E-Mail" anmelden zu müssen/können/dürfen. #zitieren
Gravatar joe ekine 26.03.2010
um 13:21 Uhr
Gravatar wird immer interessanter, wenn man bedenkt dass die komplette Userbase von Wordpress mit dabei ist. #zitieren
Gravatar name() 26.03.2010
um 20:41 Uhr
Ich find den Dienst an sich eine tolle Sache, gerne auch mit Focebook und Skype. Was mich jedoch stört ist, dass man im Grunde genommen nur eine Mail angeben muss, um als User "erkannt" zu werden. Eine echte Authentifizierung findet nicht statt. Das macht die Sache sehr bequem - und trägt wohl genau deshalb auch zum Erfolg bei -, auf der anderen Seite öffnet es Missbrauch aber Tor und Tür. Eine Mailadresse zu erraten ist leicht. Und selbst eine "streng geheime, Gravatar-only" Adresse nützt nichts, weil sie ja irgendwo auf einer Seite angegeben werden muss. Ihr zeigt die Adressen zum Beispiel zwar nicht online an (nur als md5-Hash, woraus Gravatar die Zuordnung berechnet), da man sie aber eingeben muss, wird sie mit Sicherheit auch von euch geloggt. Und jetzt stellt euch mal vor, ihr sollt eure Adresse einem wildfremden Anbieter "schenken", nur weil ein interessanter Beitrag zum Kommentieren einlädt.

Wie sich die Zwickmühle lösen lässt, weiß ich auch nicht. Hat jemand einen Tipp?
#zitieren
Gravatar uli 27.03.2010
um 00:20 Uhr
prinzipiell ne feine sache, aber wie schon mein vorgänger (@name()) sagte ohne authentifizierung schon etwas fraglich. Das ist so Identitätsdiebstahl leicht gemacht im übertriebenen Sinn.

Da bin ich dann doch lieber für Disqus (http://disqus.com)
Sollte einfach überall bei Kommentaren auf Webseiten verwendet werden. Dann muss man sich nur einmal anmelden und kann auf allen Webseiten, die auch Disqus verwenden kommentieren.
#zitieren

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