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Donnerstag, 11. März 2010 | News

"Windows" sind so Neunziger – "Bubbles" sind da!

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/054378)
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Integrierte Entwicklungsumgebungen orientierten sich jahrzehntelang am Fenster-Paradigma grafischer Betriebssysteme. Irgendwie hielt man dieses "Windows"-Prinzip ja wohl in den späten Achtzigern, frühen Neunzigern für einen Fortschritt gegenüber rein textuellen Betriebssystemen. Aber ist das Fenster-Prinzip wirklich der Weisheit letzter Schluss?

"Fenster sind out – Bubbles sind da", so lautet die Botschaft des Entwicklerteams von "Code Bubbles", einem IDE-Prototypen, der die Benutzerführung in eine neue Dimension der Produktivität führen möchte. Statt mit statischen Fenstern zu arbeiten, bedient man sich im "Code Bubbles"-Projekt voll editierbarer und interaktiver "Blasen", die auf einem erweiterbaren, zweidimensionalen virtuellen Raum schweben und frei miteinander verknüpft werden können. Die Blasen haben den Vorteil, Fragmente (etwa Code Snippets, Methoden, Variablensets, Javadocs) platzsparend darzustellen und sich nicht zu überschneiden, sodass gerade auf großdimensionierten Bildschirmen stets alles im Blick bleibt.

Eine quantitative Studie soll belegen, dass das "Bubble"-Prinzip eine signifikante Performanz-Steigerung beim Entwickeln, Verwalten und Verstehen von Programmiercode bringt. Doch Worte helfen an dieser Stelle nicht mehr weiter. Das Bubble-Paradigma muss man sehen, um es zu lieben:

Das Code-Bubbles-Projekt wird am Department of Computer Science der US-amerikanischen Brown University in Providence (Rhode Island) entwickelt und soll vom Entwicklerteam Andrew Bragdon, Steven P. Reiss, Robert Zeleznik, Suman Karumuri, William Cheung, Joshua Kaplan, Christopher Coleman, Ferdi Adeputra und oseph J. LaViola Jr. ausführlich vorgestellt werden in: Proceedings of the 32nd International Conference on Software Engineering (2010).

Eine Eclipse-basierte Beta-Version von Code-Bubbles, die mit jedem existierenden Eclipse-Projekt zusammenarbeiten soll, steht bereits zur Verfügung.

(hs)

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Kommentare

Gravatar Tropper 11.03.2010
um 12:16 Uhr
Das ist mal echt geil, ich will das als IDEA plugin! #zitieren
Gravatar Lars Nowak 11.03.2010
um 18:46 Uhr
Das ist nur wieder einmal alter Wein in neuen Schläuchen, irrelevant und volkswirtschaftlicher Unfug. #zitieren
Gravatar Sascha 12.03.2010
um 01:15 Uhr
Aha. Inwiefern alter Wein in neuen Schläuchen? Zumindest ich kann mich nicht erinnern, in der Vergangenheit mal nen ähnlichen Ansatz gesehen zu haben. Ich bitte also um Erhellung.

Und warum "irrelevant" und "volkswirtschaftlicher Unfug"? Ich finde es völlig in Ordnung, das in dem Bereich "Übersichtlichkeit in der IDE" geforscht wird. Immerhin ist aus einem ähnlich wissenschaftlichen Ansatz Mylyn entstanden. Und da kann ich weder Irrelevanz noch volkswirtschaftlichen Unfug erkennen sondern puren Nutzen. Ich bitte also auch hier um Erhellung.

Oder einfach nur keinen Plan und einfach auch mal was kommentieren wollen? :-)
#zitieren

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