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Dienstag, 6. November 2007 | News

W-JAX in München eröffnet

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/039137)

Mit einer Keynote zu dynamischen Sprachen wurde heute die W-JAX 2007 in München eröffnet. Die Konferenz, die gemeinsam mit der SOACON veranstaltet wird, hält für die Teilnehmer über 100 Sessions, Workshops und Keynotes bereit und wird bis zum Ende der Woche andauern.

In seiner Eröffnung betonte Sebastian Meyen, Chefredakteur des Java Magazins und Program Chair der Konferenz, das breite Themenspektrum der Veranstaltung. Von Java-Technologien über Architekturen und agile Vorgehensmodelle bis hin zu Themen des SOA Management und der Governance werde alles geboten, das für eine moderne IT in den Unternehmen wichtig ist.

Open Source ist kommerziell

Open Source bezeichnete er als den wichtigsten Treiber für Innovation heute. Wichtigstes Anzeichen dafür sei die Tatsache, dass es praktisch kein Unternehmen gebe, das nicht in der einen oder anderen Weise Open-Source-Projekte unterstütze. Dabei räumte er auch gleich mit einem Mythos auf, nämlich jenem, demzufolge Open Source nicht kommerziell wäre und Closed-Source-Software kommerziell. „Open Source ist ein Businessmodell ebenso wie Closed Source, nur eben mit anderen Prinzipien“ betonte er.

Dynamische Scriptsprachen

Gleich im Anschluss hielt Dierk König seine Keynote über „Dynamische Sprachen für die Java VM“. König, der als Groovy-Committer über reichlich Insiderwissen verfügt, ließ während seiner Einleitung eine Liste von über 100 Scriptsprachen, die auf der Java-Plattform einsatzfähig sind, über die Powerpoint-Folien laufen.

Zur Differenz zwischen Scriptsprachen und dynamischen betonte er, dass bei Scriptsprachen der Aspekt, dass der Code zur Laufzeit evaluiert werden könne, im Vordergrund steht, während dynamische Sprachen weitaus mehr leisten. So ist gemeinsames Merkmal aller dynamischen Sprachen (nicht nur auf der Java-Plattform) die Möglichkeit, Eigenschaften und Methoden zur Laufzeit einer Anwendung zu verändern. So lassen sich auch Methoden, die zuvor gar nicht vorgesehen waren, zur Laufzeit aufrufen. In einer kleinen „Flickr Viewer“-Applikation demonstrierte er live, wie sich Features zur Laufzeit einer Anwendung hinzufügen lassen und ohne Kompiliervorgang live darstellen lassen.

Natürlich bleiben bei aller Flexibilität und Dynamik noch Fragen offen. Zum Beispiel verwies ein Teilnehmer aus dem Publikum auf das Problem, dass ohne Kontrolle und Protokollierung normalerweise niemand an laufenden Anwendungen herumdoktern sollte. Dies sei eine Gefahr, erwiderte König, und müsste durch die richtigen Policies und Security-Richtlinien in den Unternehmen abgefangen werden.

Neben Groovy und Grails beschäftigen sich weitere Sessions der W-JAX auch mit Ruby on Rails sowie verschiedenen klassischen Java-Webframeworks.

(cs)

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