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Donnerstag, 15. Juli 2010 | News

Über die Totgeburt JavaFX

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/056315)
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JavaFX ist auch nach drei Jahren Entwicklungszeit nichts als eine Baustelle. Diese Meinung vertritt UI-Entwickler Kirill Grouchnikov (derzeit im Google-Android-Team) in seinem viel kommentierten Blogeintrag "JavaFX is a train wreck".

Angetreten als Alternative zu Apples, Adobes und Microsofts RIA-Toolkits, sei das ursprüngliche Versprechen gewesen, die Welt der Designer mit der Welt der Entwickler zusammenzubringen. Sowohl Designer sollten ihre vertrauten Werkzeuge (Photoshop, Illustrator) weiterverwenden als auch Entwickler in ihrer gängigen IDE verbleiben können, um anschließend UI-Design und Business-Logik ohne Code-Veränderungen zusammenzuführen.

Für JavaFX sei das Erreichen dieses Ziels auch heute noch in weiter Ferne, so Grouchnikov, während die Konkurrenz hier alles andere als schlafe. Die Designer-Avant-Garde tummele sich um Apple und auch das Windows Presentation Foundation (WPF) Framework habe schon zahlreiche ästhetisch gestylte Anwendungen hervorgebracht.

Und JavaFX?

Keine einzige schön anzusehende JavaFX-Anwendung habe Grouchnikov bis heute zu Gesicht bekommen. Während JavaFX-Entwickler sich um technische Details wie Null Pointer Exceptions stritten, hätten sich Designer längst von JavaFX abgewandt.

Grouchnikovs Fazit:

The “rich” part of JavaFX-powered RIAs is just not happening. Kirill Grouchnikov

Wehmütige Zustimmung erntet Grouchnikov in den Kommentaren zu seinem Blog. Mit der Ankündigung von JavaFX als großer Wurf habe man Erwartungen geweckt, die nicht erfüllt werden konnten.

One big mistake was for Sun not to advertise JavaFX doing some of the simple things that Flash and Silverlight do, instead of chasing the next best mashup. Francis Adu-Gyamfi

Selbst JavaFX-Liebhaber geben zu, dass die Entwicklung bisher unglücklich verlaufen ist und JavaFX evtl. zu spät kommt:

One problem of JavaFX is that it was, and still is, a bit late. Osvaldo Pinali Doederlein

Auch verschwendete Entwicklerzeit ist eine oft gehörte Klage. Was hätte man nicht erreichen können, wenn sich die Entwicklerkraft auf Swing konzentriert hätte?

The three years spent working on JavaFX, could have finally made simple Java Swing Applets an extremely viable alternative. Francis Adu-Gyamfi

Skepsis also allenthalben, ob der neue JavaFX-Inhaber Oracle das “Train Wrack” JavaFX noch auf die Überholspur zu bringen vermag.

(hs)

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Kommentare

Gravatar devastator 15.07.2010
um 16:40 Uhr
Nicht falsch verstehen,
ich bin kein Flash- oder (was Gott verhüten möge) Silverlight-Entwickler, aber ich teile im Großen und Ganzen die Auffassung von Kirill! Es wäre aus meiner Sicht wirklich besser gewesen, wenn Sun bzw. Oracle bestehende Technologien wie Swing und/oder Applets entscheidend verbessert hätte. Für mich (und auch für andere Kollegen, die ich kenne) schien es eine Zeit lang so, als wolle Oracle gar nichts mehr von Swing wissen.
Schon alleine der Aufwand eine komplett neue Syntax zu lernen hat mich persönlich abgeschreckt.
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