Das Jakarta Tomcat-Projekt hat ein erstes Developer Release 5.5 des Jakarta Tomcat Web-Container freigegeben. Dabei trägt das Redesign und Refactoring der Tomcat 5.0.x-Code-Basis erste Früchte. Es ist viel Wert auf die Steigerung der Performance und Verbesserung der internen Struktur gelegt worden. Der große Versionssprung von 5.0 auf 5.5 ist durch die vielen Änderungen des internen API und die umfangreichen Optimierungen wie z.B. den neuen Autodeployer und die Verbesserung der Anfragebearbeitung gerechtfertigt.
In der Entwickler Mailing List war das Release mit den Bezeichnungen "5.next" und "5.1" gehandelt worden. Das Logging basiert nun einheitlich auf den Commons Logging APIs und das Logger-Element existiert nicht mehr. Auch ist nun das Eclipse JDT Core integriert, welches erstmalig auch den vollständigen Einsatz einer JRE mit den Tomcat erlaubt. Der DefaultContext ist nun ebenfalls Geschichte. Nun können die Voreinstellungen in separaten Context-Dateien serverweit und für jeden virtuellen Host eingestellt werden. Das Deployment ist komplett umgestellt worden, so ist es nun möglich, ein Autoreloading von beliebigen Dateien anhängig zu machen. Damit soll die Entwicklung mit den Descriptor-intensiven Frameworks beschleunigt werden. Eine erste Verbesserung für die Nutzung der J2SE 5 ist ebenfalls durchgeführt. Das Release läuft also ohne Einschränkungen unter J2SE 5 Beta 2, lässt sich aber ausschließlich mit J2SE 1.4 übersetzen.
Der jetzige Tomcat 5.5 wird sicherlich noch weitere Änderungen erfahren und ist ausschließlich für Entwickler, die der Tomcat Community helfen möchten, gedacht. Wir freuen uns auf Kommentare, erste Testergebnisse und weitere Anregungen. (Peter Roßbach, Autor der TomC@-Kolumne des Java Magazins und Apache Tomcat Committer)




