In der Opening Session des Eclipse Forum Europe (Dienstag, 11:45 Uhr) diskutierte Sebastian Meyen (Software & Support) mit Jochen Krause (EclipseSource) und Ralph Müller (Eclipse Foudation) über den Status Quo des Eclipse-Ökosystems und die Kriterien zur Bewertung von Open-Source-Projekten. Open Source sei dabei nicht einfach wie Freibier, das von einer Seite spendiert und von der anderen bedenkenlos konsumiert werden könne. Eine ernstzunehmende Adoption von Open-Source-Projekten gehe immer auch einher mit Investitionen in das jeweilige Open-Source-Ökosystem, sei es in Form von Bereitstellung von Code für entwickelte Lösungen oder durch das Engagement in der Eclipse Foundation, welche durch ihre klar geregelten Prozesse letztlich dazu beitrage, eine Zuverlässigkeit und Wartungssicherheit zu schaffen, die im gesamten Open-Source-Universum ihres Gleichen suche.
Angekündigt wurde auch die neue Eclipse Runtime Initiative der Eclipse Foundation, mit der das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit auf die Tatsache gelenkt werden soll, dass Eclipse schon lange nicht mehr nur eine der komplettesten IDEs für Java und andere Sprachen sei, sondern auch - und immer mehr - eine Plattform für erfolgreiche Runtime-Projekte wie beispielsweise Riena, RAP, SMILA, EclipseLink, BIRT und SOPERA.
In diesem Zusammenhang kam auch das Thema des Rückgangs an strategischen Mitgliedern bei der Eclipse Foundation zur Sprache. Hier verwies Ralph Müller einerseits auf die ökonomische Krise als Rahmenbedingung, unter der Eclipse allerdings weniger zu leiden habe als andere (siehe auch die guten Besucherzahlen auf dem Eclipse Forum Europe und auf der EclipseCon in den USA). Andererseits sei auch der beschriebene Wandel hin zu weniger, aber qualitativ hochwertigen Lösungen im Runtime-Bereich zu verzeichnen, der insgesamt zu einer neuen Fokussierung gesorgt habe. Indessen sei das Interesse an den neuen Eclipse Working Group Initiativen sehr groß (das Pulsar-Projekt hat hier ja, wie berichtet, im Bereich der mobilen Telekommunikation den Anfang gemacht - weitere Working Groups, z.B. im Automotive Sektor, sollen folgen) und die Gesamtzahl der Eclipse-Projekte steige ohnehin ungebrochen weiter an.
Gute Voraussetzungen also für ein weiteres erfolgreiches Eclipse-Jahr – und natürlich für spannende Sessions und Keynotes auf dem Eclipse Forum Europe und der JAX-Konferenz 2009.














