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Freitag, 4. Dezember 2009 | News

Offenheit im Eclipse-Ökosystem: "Wir brauchen sowohl Mike als auch Bjorn"

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/052792)

Als bedenklich ist es zu bezeichnen, wenn in einer Open-Source-Community, die sich dediziert über eine Offenheit gegenüber seinen Mitglieder definiert, eine öffentlich geführte Debatte aus dem Ruder gerät und einem unliebsamen Kritiker plötzlich der Mund verboten wird.

In der Auseinandersetzung zwischen Mike Milinkovich, Executive Director der Eclipse Foundation, und Bjorn Freeman-Benson, ehemaliger Direktor der Eclipse Committer Community, wurde zuletzt jede verbale Diplomatie über Bord geworfen und auch in den Kommentaren von sonst besonnenen Autoren waren Headlines wie "Step Up or Shut Up" und "That Totally Sucks You Big Loser" zu lesen.

In der emotional aufgeladenen Stimmung der letzten Tage waren objektive Äußerungen in der Tat rar. Vielleicht hat nun Mik Kersten, Tasktop Technologies und Mastermind des Eclipse-Entwicklungstools Mylyn, in seinem Blog "Eclipse ecosystem: Open discourse at the risk of open conflict" das Konstruktivste und Intelligenteste zu der Auseinandersetzung gesagt, was bisher zu vernehmen war.

Mik Kersten: "Open discourse at the risk of open conflict"
Die Verdienste um Eclipse sowohl Mike Milinkovichs als auch Freeman-Bensons seien unbestreitbar, so Mik Kersten in seinem Blog. Milinkovich sei als Business-Leader der Eclipse Foundation maßgeblich dafür verantwortlich gewesen, die technologische Roadmap und die Community-Struktur aufzubauen, die Eclipse so erfolgreich gemacht habe. Freeman-Bensons Beiträge zur Verbesserung des Eclipse-Entwicklungsprozesses und der Einbindung der Eclipse-Committer seien ebenso eindrucksvoll und wichtig gewesen. Freeman-Benson habe die seltene und ungemein wertvolle Gabe, die Brücke zwischen Menschen und der Technologie zu schlagen.

Zwei völlig unterschiedliche Perspektiven und Kommunikationskulturen - Milinkovichs Fokus auf die Business-Seite und Freeman-Bensons akademischer Hintergrund mit einer viel größeren Affinität zur offenen Diskussion - seien letztlich dafür verantwortlich gewesen, dass beide dermaßen aneinandergeraten seien.

Bjorn’s academic stance will have him happily debate you to death, and can result in some provocative statements. Mike is a business leader, and if those statements cease being constructive, he will call “jerk” on you in order to protect the foundation and ecosystem. Mik Kersten

Mik Kerstens Blog ist in seiner Gänze im Original zu lesen. Seine abschließenden Worte sollte sich jeder einprägen, dem die positive Entwicklung des Eclipse-Ökosystems am Herzen liegt.

Evolving open source ecosystems requires the voices of both Mikes and Bjorns. One creates business direction and drives change within the ecosystem as a whole, the other focuses on community structure and dynamics. While recent posts went into enough of a downward spiral as to stop being constructive, we should not discount that Bjorn’s critiques of the Eclipse ecosystem struck a nerve, and have stimulated some of the most significant discourse we have seen around Eclipse since the code went live eight years ago. Assuming that the discourse can return to its constructive form, it is in our interest to have it continue as part of Planet Eclipse. Mik Kersten

(hs)

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