Java soll im JDK 7 Modularität besser unterstützen. Soweit herrscht Einigkeit in Java-World und JSR 294 stellt hierfür eine aktuelle Spezifizierung dar. Doch bei der Frage, wie dieser Modularisierungs-Support umgesetzt werden kann, gehen die Meinungen auseinander. Zum einen ist hierfür bekanntlich das Projekt Jigsaw ins Leben gerufen worden (siehe Artikel: Project Jigsaw: Das Siebener-Puzzle). Einige Präsentationen auf der JavaOne 2009 gaben einen Einblick in den aktuellen Stand bei Jigsaw (Mark Reinhold: Upcoming gig: JavaOne 2009), legten aber auch die Unterschiede zum zweiten Modularisierungs-Kandidaten OSGi bloß. Eine lesenswerte Zusammenfassung dieser Debatte findet sich in dem Artikel von Blogger Augusto Classpath hell just froze over, welcher OSGi-Evangelist Peter Kriens zu einer ebenso interessanten Gegendarstellung inspirierte:
Augusto über Jigsaw:
The most noticeable aspect of this is the introduction of module-info.java. This file goes at the top of your module filesystem, and is the class that specifies at compile and runtime the definition of the module. Augusto
Peter Kriens:
The module-info.java file? I have my severe doubts and have expressed this in the expert group. Peter Kriens
Then about Jigsaw. It is very focused on breaking up the JDK into modules. I like the native installers but I dislike the fact that they put this native packaging stuff in my face. Java should abstract the platform so I can write code for any platform and distribute my code in a singular form. Peter Kriens
Aus Peter Kriens´ Sicht funktioniere Jigsaw lediglich gut bei der Modularisierung von relativ kleinen Anwendungen, während größere Enterprise-Systeme auf immense Schwierigkeiten stoßen würden. Doch es stelle sich dann die Frage, ob Modularität in kleineren Projekten überhaupt sinnvoll sei (siehe Artikel: "Stay away from OSGi unless you have no other choice"):
Nobody needs modularity for a Hello World program, and letting this use case drive the design seems plain wrong. Peter Kriens
Auch hier sind die Kommentare zu Peter Kriens´ Stellungnahme durchaus kontrovers, und es wird spannend sein, die weitere Entwicklung mitzuverfolgen.




