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Donnerstag, 24. April 2008 | Topthema

JAX-Snapshot: Die Zukunft von Java Enterprise

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/042893)

Lesen Sie hier eine kleine Live-Reportage, direkt von der JAX: Eine turbulente Woche ist das, mit 178 Speakern, über 200 Sessions und insgesamt rund 2000 Teilnehmern. Wieder mal eine JAX der Rekorde. Und wieder mal, und das ist für mich besonders wichtig, eine gelungene Konferenz, viele zufriedene Gesichter, spannende Gespräche und eine schier unüberschaubare Menge hochinteressanter Vorträge.

Monika Lewinksy, Monty Python, Josef Stalin

Rod Johnson, der direkt nach meiner Eröffnungsrede die erste Keynote gehalten hat, schaffte es, sich beinahe in einem Atemzug auf Monika Lewinsky, Monty Python und Josef Stalin zu beziehen. Keine schlechte Leistung, zumal das Thema nicht „Personen, die die Weltgeschichte bewegten“ lautete, sondern „The Future of Enterprise Java“. Seine Botschaft: Das große „One Size fits All“-Versprechen der Java Enterprise Edition gehört einem längst vergangenen Zeitalter an. Die Java EE bezeichnete er als „Titan Nuclear Missile“, ein Relikt aus dem Kalten Krieg mit Microsoft.

Was ist eigentlich leichtgewichtig?

Heute benötigen wir erheblich flexiblere Server, modulare Systeme, die vor allem eines sein sollen: leichtgewichtig. Das veranlasste mich in der anschließenden Fragestunde, die ich gemeinsam mit Papick Taboada moderierte, zu folgender Frage: Was genau ist mit dem schicken Modebegriff „Leichtgewichtig“ eigentlich gemeint? Denn, seien wir mal ehrlich, fast jeder möchte heute leichtgewichtige Systeme bauen oder einsetzen, aber kaum einer sagt präzise, was er damit genau meint. Rod wäre nicht Rod, wenn er darauf nicht eine Antwort parat hätte: Erstens „Reasonable Small Footprint“, zweitens „Quick startup time“, drittens die Möglichkeit, einen agilen Entwicklungsprozess zu unterstützen, viertens die Fähigkeit, „Many instances of something“ zu unterstützen und fünftens: die Software sollte mit möglichst wenigen Code-Zeilen auskommen. Wieder was gelernt.

Ist EJB tot?
Wie geht es eigentlich weiter mit den Enterprise JavaBeans? „EJB is dying“, sagt der Meister, und verstört damit nachweislich viele der Zuhörer. Seine Voraussage, dass die Java EE in mehrere fokussierte Profile zerlegt werden sollte, wird wohl jeder unterschreiben – auch seine Überzeugung, dass OSGi eine der Schlüsseltechnologien für Java werden wird, teile ich absolut. Aber dass EJB tot ist? Aus und vorbei? -- Es gibt viele, die da anderer Meinung sind. Es sieht so aus, dass sich das Konzept EJB noch eine längere Zeit im Spannungsfeld ganz erheblicher Kontroversen befinden wird. Wir werden Sie in den nächsten Ausgaben des Java Magazins über die Diskussionen während der JAX auf dem Laufenden halten.

Sebastian Meyen


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