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Montag, 19. Oktober 2009 | News

Ist die Open-Source-Initiative JetBrains Untergang?

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/051916)
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Cedric Beust, Android-Entwickler und Vater des Testing-Frameworks TestNG, hat in seinem Blog Zweifel am Erfolg der neuen Open-Source-Strategie von JetBrains geäußert. Wie letzte Woche bekannt wurde, wird es künftig neben der kommerziellen Version von IntelliJ IDEA auch eine quelloffenen Community Edition geben.

Auf Twitter hatte Beust kommentiert:

cbeust: JetBrains deserves the utmost respect for what they have created and pioneered, but IDEA going opensource means that it will now slowly die
cbeust: About IDEA: commercial software that goes open source never ends well, even for products that don't suck

Für Beust bedeutet der Umstieg von kommerziell auf open-source, dass ein Unternehmen in Schwierigkeiten ist. Er könne sich auch an kein Softwareunternehmen erinnern, dass durch eine Open-Source-Strategie ihren Erfolg steigern konnte. IntelliJ IDEA CE bedeute für JetBrains in erster Linie weniger Einnahmen und damit weniger Mittel, um sich gegen Eclipse durchzusetzen und um neue Features durchzusetzen, so Beust.

And this is where a lot of companies make a fatal mistake: they think that making their software open source will automatically generate a ground swell of patches and additions from the community that will float them back to the top. And in my experience, this never happens.

Die Herausforderung an JetBrains sei nicht technischer Natur, sondern betreffe das Produktmanagement. Die Community werde sehr viel fehlerhaften Code an JetBrains schicken und es sei eine anstrengende Aufgabe, das gute Feedback aus der Masse herauszufiltern, so Beusts abschließendes Fazit.

(cf)

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Kommentare

Gravatar sam 19.10.2009
um 10:23 Uhr
da merkt man wieder, dass blogger keine gute recherche ausbildung genossen haben. jetbrains hat viele produkte mit denen sie geld verdienen und idea ist nur ein produkt von vielen. die aufteilung zwischen ce und ue macht auch sinn. weil durch die opensource version, die platform besser wird und davon alle anderen platform basierten tools profitieren. gleichzeitig wird auf einen schlag die werbung verbessert. der einzige nachteil ist, und das hat beust gut erkannt, dass jetzt ein höherer aufwand von nöten ist, die guten von den unbrauchbaren reports auszufiltern. aber auch hier hat jetbrains vorsorge getroffen und rechtzeitig ein eigenes sehr mächtiges bug & issues tracking system entwickelt und eingeführt. #zitieren
Gravatar RPR 19.10.2009
um 12:11 Uhr
Eine Firma, für die ich mal gearbeitet habe,wollte auch mal ihr Hauptprodukt "open-sourcen" - einfach um es bekannter zu machen, es waren keine wirtschaftlichen Nöte, wie Herr Beust generell unterstellt. Es scheiterte im Endeffekt an den (geschätzten) zu hohen Aufwänden für einen anständigen Community-Support.
Insofern kann ich also aus meiner Erfahrung dem Vorposter sam nur zustimmen.
#zitieren
Gravatar Torsten 19.10.2009
um 13:31 Uhr
Was Herr Beust da meint, ist "defensives Open Sourceing". Das haben wir oft gesehen, unrecht hat er mit seiner Beobachtung nicht. Allerdings gibt es auch zahlreiche Beispiele einer aktiven und erfolgreichen Open Source-Strategie, weshalb er mit seiner Verallgemeinerung defintiv nicht recht hat. #zitieren

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