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Mittwoch, 16. Dezember 2009 | Topthema

Interaktiver IDE-Vergleich: "Ich vergleiche IntelliJ gerne mit einem Mac, während Eclipse der PC ist"

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/052990)

Nachdem in unserem interaktiven IDE-Vergleich die Entwickler von IntelliJ IDEA, Eclipse und NetBeans zu Wort gekommen sind, ist nun die Community aufgerufen, ihre Erfahrungen mitzuteilen, Kommentare abzugeben und Fragen zu stellen. Wir haben David Linsin, u.a. Leiter der Java User Group Karlsruhe und bekennender IntelliJ-Jünger, nach seinen Erfahrungen mit den verschiedenen IDEs befragt.

JAXenter: Hallo David. Du bist überzeugter IntelliJ-User. Wie bist du zu IntelliJ gekommen?

David Linsin: Vor ca. 2 Jahren, als mir meine Eclipse-Installation wieder mal abgestürzt war, weil ich Plug-ins verwendete, die nicht miteinander konnten, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen. Da ich NetBeans schon kannte und mir der Editor deutlich zu langsam war, habe ich mich entschieden; mal IntelliJ zu installieren. Nachdem ich, zu meiner Überraschung, das damalige Projekt ohne größere Probleme von Eclipse nach IntelliJ importieren konnte, wurde ich neugierig. Innerhalb von kürzester Zeit war ich produktiv und konnte vernünftig arbeiten. Nach ein paar Wochen ohne Absturz, OutOfMemoryError oder Plug-in-Problemen, habe ich mich entschlossen, komplett umzusteigen und habe die Personal Edition gekauft. Meine Firma ist sehr flexibel und lässt mich das Werkzeug benutzen, mit dem ich am produktivsten bin - das ist für mich IntelliJ.

JAXenter: Was kann aus deiner Sicht IntelliJ besser als andere IDEs?

David Linsin: Ich vergleiche IntelliJ gerne mit einem Mac, während z.B. Eclipse für mich der PC ist. Beim Mac bekommst du ein geschnürtes Paket. Da sind alle Teile aufeinander abgestimmt, haben eine entsprechende Qualität und harmonisieren miteinander. Beim PC dagegen kann es gut sein, dass man Teile erwischt, die unter gewissen Umständen nicht wirklich miteinander können und es daher oft zu Abstürzen oder sonstigen Problemen kommt. Man hat beim PC oft das Gefühl, dass man mehr mit der Maschine kämpft als seine eigentliche Arbeit erledigen zu können. Für mich ist IntelliJ eben das runde Paket, das einfach funktioniert. Eclipse dagegen, obwohl es natürlich auch die verschiedenen Pakete gibt, z.B. für Enterprise oder Mobile Entwickler, wirkt auf mich immer etwas zusammengestrickt - eben unrund.

JAXenter: Welche Fragen hast du an die IntelliJ-Entwickler?

David Linsin: Besteht durch die unterschiedlichen Editionen (Community Edition und Ultimate Edition) die Gefahr einer minderen Qualität der gesamten Plattform? Anders gefragt, ist die Community Edition lediglich die Ultimate Edition, jedoch mit weniger Features und IntelliJ wird weiterhin einheitlich entwickelt, so dass alles dem gleichen Qualitäts-Standard entspricht?

JAXenter: Hast du auch Fragen zu Eclipse und zu NetBeans?

David Linsin: Warum gibt es in der Standard Eclipse Version immer noch kein SVN Support? Warum muss ich mir das separat runterladen und kann nicht einfach loslegen?

JAXenter: Vielen Dank David für deinen Erfahrungsbericht!

David Linsin arbeitet als Senior Developer und Software Architect bei der Firma Synyx GmbH & Co. KG in Karlsruhe. Er entwickelt und konzipiert dort schwerpunktmäßig Java-Enterprise-Applikationen. Darüber hinaus leitet er die Java User Group Karlsruhe. Kontakt: linsin[at]synyx.de.

(hs)

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Kommentare

Gravatar Michael Kroll 18.12.2009
um 14:27 Uhr
Hallo,
sein wechsel von Eclipse kann ich nachvollziehen, diese Gründe haben mich auch vor Jahren bewogen.
Was ich aber nicht mehr verstehe ist die aussage NetBeans Editor war zu langsam, es ist aber nett das er indirekt zugibt das es heute nicht mehr so ist. Unter NetBeans 6.8 ist die Performance noch deutlich gesteigert worden.
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Gravatar David Linsin 18.12.2009
um 16:09 Uhr
Hi Michael,
die Version mit der ich getestet hatte war irgendwas mit 5.x - ist lange her. Ich bin mir sicher, dass der NetBeans Editor mittlerweile schneller wurde.
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