Pünktlich zur Veröffentlichung der Java-Variante der Google App Engine (wir berichteten) stehen auch die dynamischen Sprachen JRuby und Groovy dafür bereit. Bei JRuby hapere es derzeit noch an der Startup-time, zur Laufzeite sei aber eine gute Performance zu verzeichnen, schreibt Ola Bini, der an der JRuby-Implementierung beteiligt ist, in seinem Blog.
Auch Groovy ist von Anfang an mit dabei, meldet Guillaume Laforge, Project Lead des Sprachprojekts. Man habe gestern eigens zur Vorbereitung des Releases die Version 1.6.1 von Groovy veröffentlicht - die spezielle Anpassungen an die Google App Engine enthält. Entsprechende Tutorials, wie man sein JRuby bzw. sein Groovy in der GAE/J zum Laufen bringt, sind von Ola und Guillaume bereits veröffentlicht worden. Eine Beschreibung, wie eine reguläre Java-Anwendung in Form eines WAR-Files auf der GAE/J deployt wird, findet sich im Blog von Paul Hammant. Zugang zur GAE/J haben allerdings nur die ersten 10.000 Entwickler, die sich für einen Betatest registrieren.
Anders beim Java-Support in Googles Handy-Betriebssystem Android, wo proprietärer Bytecode auf der Davlik genannten Virtual Machine läuft, werden bei der GAE/J reguläre Java-Standards unterstützt. Das Interface der GAE/J basiert auf dem Servlet API, für den Datenzugriff sowie die Authentifizierung können die Google-Services Google Data Storage Infrastructure und Google Authentification Infrastructure benutzt werden. Alternativ sind für den Datenzugriff JPA und JDO vorgesehen.
Für die IDE-Integration arbeitet Google laut Ankündigung derzeit an einem Eclipse-Plug-in für die Google App Engine for Java. Laut offizieller Ankündigung legten die GAE/J-Entwickler großen Wert darauf, Java von Anfang an mit mehreren Sprachen zu unterstützen. An der JRuby-Variaten war mit Ola Bini und weiteren Entwickler das Unternehmen ThoughtWorks beteiligt, bei Groovy SpringSource. Von einer Scala-Implementierung ist darin ebenfalls die Rede, sie wurde offensichtlich aber noch nicht in Angriff genommen.




