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Dienstag, 24. März 2009 | News

EclipseCon Blog: "Es wird einfacher, einen Buildprozess aufzusetzen"

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/047990)
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Christian Campo

Christian Campo repräsentiert in mehreren EclipseCon-Sessions das Eclipse-Riena-Projekt. Was hat ihn am ersten Konferenztag am meisten beeindruckt?

Der erste Tag auf der EclipseCon ist in der Regel einer der interessantesten. Nicht nur hat man endlich die Gelegenheit, vielen anderen Committern aus dem Eclipse-Umfeld zum ersten Mal die Hand zu schütteln, sondern lernt auch in den Tutorial-Sessions, wie viele neue Features in Eclipse 3.5 zu benutzen sind.

Ich hatte mich bei meinem ersten Tutorial-Besuch für den Build-Prozess entschieden. Ein typisches Thema, das von keinem Entwickler geliebt wird, aber das doch notwendig ist, um sein Eclipse-Projekt anderen Leuten zur Verfügung zu stellen. In der Session Using the new Common Builder for Push Button PDE Builds hat zum einen Andrew Niefer von IBM außergewöhnlich kompetent über den PDE Build und seine verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten berichtet. Zum anderen gab Andrew Overholt von Red Hat einen allgemeinen Überblick und Nick Bolt von JBoss/Red Hat berichtete über das Projekt Dash Athena. In verschiedenen Build Workshops wird dort nun seit einer Weile versucht, die typischen Build-Probleme zu verbessern. Zum Beispiel sollen in Zukunft (nach 3.5.) die Map-Files im PDE Build wegfallen und komplett durch Projekt Set Files (PSF) ersetzt werden, die von den Projekten zum Laden der Workspaces in der Regel sowieso bereits gepflegt werden. Erklärt wurde auch das automatische Erzeugen und Konsumieren von von P2 Repositories in Eclipse 3.5.

Besonders beeindruckend fand ich die komplette Konfiguration in Common Builder mit vielleicht zehn Zeilen für einen kompletten Produktbuild. Intern wird hier wieder PDE Build eingesetzt. Das wirkt so, als würde es in Zukunft sehr viel einfacher werden, einen Buildprozess aufzusetzen.

Im zweiten Tutorial war ich bei Kai Tödter (Siemens) und Benjamin Pasero (IBM) in Advanced Eclipse Rich Client Platform. Hier wurde ein wirklich umfassender Überblick über RCP-Themen gegeben. Auch wurden viele Scheinprobleme bei der Entwicklung von RCP-Anwendung wie Loose Coupling, Extensions versus Services, AdapterFactory, p2, Headless Build, Virtual Trees ausführlich besprochen. Da ich schon öfter RCP-Vorträge von Kai und Ben gehört hatte, war vieles bekannt, aber es gab trotzdem so einiges Neues aus Eclipse 3.5 zu berichten. Leider fehlte bei dem vollen Programm etwas die Zeit, um all die interessanten Themen in den Labs-Sessions auszuprobieren. Das werde ich zu einem anderen Zeitpunkt nachholen müssen.

Jetzt muss ich mich ein wenig auf den Riena BoF heute Abend vorbereiten. Da bin ich wirklich gespannt, mal endlich noch mehr Riena-Anwender kennenzulernen und natürlich von ihren Problemen aus erster Hand zu erfahren. Ekke von Redview hat versprochen, sein Framework vorzuführen, das auf Riena basiert. Es scheint also ein interessanter BoF für alle zu werden.

Viele Grüße aus Santa Clara,

Christian Campo

Christian Campo ist als IT-Consultant bei der compeople AG tätig. Er beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung von innovativen Onlineanwendungen und serviceorientierten Architekturen im Java-EE-Umfeld. Bei der compeople AG ist er maßgeblich am Design und der Entwicklung der Smart-Clientplattform beteiligt. Darüber hinaus leitet er zurzeit das Eclipse Technology Project Riena.

(hs)

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