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Dienstag, 24. November 2009 | News

"Eclipse braucht mehr Diversität"

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/052577)

"Diversität ist der Schlüssel zum Erfolg eines Open-Source-Projekts" – so CDT-Projekt-Lead Doug Schaefer in einem aktuellen Interview mit dem Eclipse Magazin. Dass sich eine möglichst große Diversität bei Eclipse nicht nur auf der Anbieterseite sondern auch bei den Committern einstellen sollte, bemerkt nun Bjorn Freeman-Benson in seinem jüngsten Blogeintrag.

Hierfür bemüht er den Vergleich zum Linux-Ökosystem und zitiert Linux-Kernentwickler Greg Kroah, der Folgendes bemerkt:

Während beim Entwicklungssprung des Linux Kernels 2.5 zum Kernel 2.6 noch 80% der Arbeit von den Top 30 Committern erledigt wurde, habe sich das Verhältnis heute quasi umgedreht: Die Top 30 Committer sind nur noch für 30% der Codebeiträge verantwortlich, während die restlichen 70% von den verschiedensten Entwicklern und Anbietern geleistet würden.

Dies solle sich Eclipse nun zum Vorbild nehmen, so Freeman-Benson, um auch in Zukunft eine Rolle spielen und notwendige Weiterentwicklungen gewährleisten zu können. Es bestehe zurzeit nämlich die Gefahr, der bekannten Misere der "Tragedy of the Commons" anheim zu fallen, bei der sich eine anonyme Masse an einem allgemein zugänglichen Gut frei bedient, ohne selbst Beiträge für das Gemeinwohl zu leisten – solange, bis das Gut aufgezehrt und zerstört ist.

Interessant ist die Liste der Kommentare zu Freeman-Bensons Anmerkungen:

Hier wird vor allem der langwierige IP-Prozess bei Eclipse kritisiert, der einer Entwicklung wie bei Linux im Wege stehe:

When I want to develop a patch for Eclipse, I neither want to deal with some ignorant project lead or a lawyer. I want to write my patch, and post it somewhere. Whether Eclipse picks it up or not is not on my issue. Aaron Digulla

Freeman-Benson wiederholt deshalb seinen Vorschlag, getrennte Repositories für IP-konforme und IP-inkonforme Projekte einzuführen.

Aaron, it sounds like you agree that we need what I proposed back in April: a separate non-IP-burden repository. Bjorn Freemna-Benson

Zustimmung gibt es hier z.B. von Eclipse-Committer Elias Volanakis:

I support having dual tainted (IP wise) / untainted repositories. The current IP policy stifles innovation inside and outside of eclipse. As a committer, I can't even check-in a non-vetted library for one week to try it out. This does not make sense to me. Elias Volanakis

Ein Blick auf das Eclipse-Dashboard zeige, so Volanakis, dass heute die ersten 20 dort gelisteten Unternehmen für 99% der Codebeiträge verantwortlich seien.

Diversität sieht in der Tat anders aus!

(hs)

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