News

Donnerstag, 23. April 2009 | News

"Die Füße still kriegen ist auch ein Wert"

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/news/048501)

Die Jax 2009 geht in den Endspurt. Der vierte Tag startete heute nochmals mit dem vollen Programm von 12 gleichzeitig stattfindenden Sessions und Workshops. Sebastian Meyen eröffnete den Tag mit seiner interaktiven Keynote "Java Quo Vadis?", in der er Schlaglichter auf wichtige Entwicklungen im Java-Umfeld warf.

Dafür holte er zunächst Adam Bien auf die Bühne, der live on stage mit EJB 3 ein TwitterGate programmierte. EJB sei besser als sein Ruf, in der Version 3 von überflüssigem Balast befreit worden und könne deshalb mit einer großen Performance glänzen.

Thilo Frotscher erklärte im Anschluss die Probleme bei der Umsetzung von lose gekoppelten Systemen. Dabei seien sich viele Entwickler nicht über die Anforderungen der verschiedenen Technologien bewusst, etwa über die Unterschieden bei der Kopplung von RCP-Anwendungen und der Kopplung von Nachrichten-basierten Kommunikationsmodellen.

Peter Roßbach und Martin Lippert erklärten, warum das aus dem Bereich der eingebetteten Systeme kommende OSGi auch immer mehr für Webanwendungen interessant werde. Eine bessere Strukturierung und Modularisierung fördere generell die Zukunftssicherheit von Anwendungen und sei deshalb für Anwendungen jeder Art interessant. Zum jetzigen Zeitpunkt seien zwar noch nicht alle Werkzeuge gleichermaßen für die OSGi-Umstellung geeignet. Doch gingen derzeit alle Application-Server in die OSGi-Richtung und so prophezeite Martin Lippert, dass in einem Jahr z.B. auch Glassfish eine besser OSGi-Anbindung bieten werde. Indessen dürfe man nicht einem OSGi-Hype erliegen und in jedem Fall eine Dynamisierung aller Komponenten anstreben. "Die Füße still kriegen ist auch ein Wert", so Peter Roßbach. Kleine Schritte zur Verbesserung der Modularität seien oft eher angeraten als eine komplette Technologieumstellung.

Zum Schluss war Jeff McAffer, co-Lead des Equinox und Eclipse Runtime Projekts, an der Reihe, der sich zur Erweiterung der Eclipse-Plattform von der integrierten Entwicklungsumgebung hin zur Runtime-Plattform äußerte. Ist es die Idee von Eclipse, mit der Zusammenfassung der Eclipse-Runtime-Projekte in eine eigene Runtime-Initiative einen neuen Software-Stack zu etablieren?

McAffer: Das Problem heute sei, dass für jedes Software-Projekt letztlich eine eigene Zusammenstellung der Komponenten nötig ist, so dass sich der Begriff des Stacks als zu unflexibel erweist. Eclipse baue deshalb mehr auf ein Komponentenmodell, das flexibel auf die Bedürfnisse des Anwenders reagieren kann. In einer kleinen Live-Demonstration zeigte Jeff zum Abschluss, was im Eclipse-Runtime-Bereich heute schon möglich ist und gab einen kleinen Vorgeschmack auf seine heutige Session: Runtime (R)evolution at Eclipse (15:30 Uhr).

(hs)

andere Artikel dieser Serie


Anzeige

Kommentare


Folgende Links könnten Sie auch interessieren

zurück zum Seitenanfang