Seit gestern ist der Eclipse Marketplace eröffnet, die neue Sammelstelle für Plug-ins und Eclipse-basierte Lösungen, die die altgediente Eclipse Plug-in Central ablöst (wir berichteten). Mike Milinkovich, Executive Director der Eclipse Foundation, hat den Marketplace nun im Rahmen der "Membership Value Programs for 2010" vorgestellt und dabei die Frage aufgeworfen, ob an dieser Stelle nicht so etwas wie ein "Eclipse App Store" möglich wäre, eine dem Apple oder Google App Store nachempfundene Online-Verkaufsstelle für kommerzielle Eclipse-Produkte.
Zunächst einmal kündigt Milinkovich an, dass in den Eclipse-Packages des Helios-Release-Zyklus (Veröffentlichung im Juni 2010) ein neuer Marketplace-Client enthalten sein wird, der es ermöglichen soll, Plug-ins direkt innerhalb der IDE zu beziehen. Damit sei die Hoffnung verbunden, die Downloadzahlen von kommerziellen und freien Plug-ins zu erhöhen.
Ein Eclipse App Store wäre nun der nächste Schritt in Richtung einer Aufwertung des Mitgliederstatus in der Eclipse Foundation und einer Stärkung des kommerziellen Ökosystems rund um Eclipse. Doch während der Aufbau einer Infrastrultur für einen solchen Eclipse App Store kein gravierendes Problem darstelle, so seien die juristischen und steuerrechtlichen Implikationen eines weltweiten Verkaufs von Eclipse-Produkten vorerst nicht zu bewältigen für eine "kleine" Organisation wie die Eclipse Foundation. Die Frage sei allerdings noch nicht vom Tisch, und man wolle sich im Jahr 2010 nochmals damit auseinandersetzen.
Die weiteren vorgestellten Membership Value Programme bewegen sich im Rahmen des Altbekannten: Events wie DemoCamps und Eclipse Days, Konferenzen wie EclipseCon und Eclipse Summit und der Release-Zug Helios gepaart mit der Veröffentlichung von Eclipse 4.0 werden genannt. Ausreichend Innovation für das Jahr 2010?















