Das Buch "Groovy in Action" ist ohne Wenn und Aber das Standardwerk zur dynamischen Sprache Groovy. Jedem, der sich auf den Groovy- und Grails-Mailinglisten tummelt, wird die Abkürzung GINA bekannt sein und oftmals wird aus den Mails direkt auf Kapitel in GINA verwiesen. Neben Hauptautor Dierk König, der seit 2004 aktiver Committer im Groovy-Projekt ist, haben auch weitere aus den Mailinglisten bekannte Personen an diesem Buch mitgewirkt. Allen voran natürlich Guillaume Laforge, der Groovy Project Manager.
Das englische Buch ist locker geschrieben und unterteilt sich neben einem einführenden Kapitel grob in drei Abschnitte. Im ersten Abschnitt - Groovy-Sprache - wird auf alle sprachrelevanten Themen eingegangen. Dies bedeutet neben einer grundlegenden Einführung in Groovy und einem Kurzüberblick auch die detaillierte Vorstellung von Groovy-Datentypen (Strings, Regular Expressions, Numbers, Ranges, Lists, Maps), Closures, Groovy-Kontrollstrukturen und schließlich "dynamischen Elementen" von Groovy. Hier werden auch Meta Object Protocol (MOP), GroovyBeans, GPath-Ausdrücke oder die Klasse Expando besprochen.
Im zweiten Teil des Buches - Groovy-Bibliotheken - wird der Fokus auf die neuen Elemente (Klassen) gelegt, die Groovy mit sich bringt und die allesamt die Arbeit deutlich erleichtern können. Dieser Teil geht zunächst auf die Groovy Builder ein, mit denen man baumartige Strukturen einfach und elegant erstellen kann. Natürlich werden die in Groovy out of the box enthaltenen Builder wie der MarkupBuilder oder AntBuilder ebenfalls vorgestellt. Im Kapitel zum Groovy Development Kit (GDK) werden die von Groovy erweiterten (Java-)Klassen behandelt. Beispielsweise ergänzt Groovy die aus der Java-Welt bekannt Klasse File um zahlreiche Methoden. Des Weiteren werden in je einem Kapitel die Datenbank-Programmierung, Integration in/mit Java und XML besprochen.
Der letzte Abschnitt des Buches beginnt mit einem Kapitel über Tipps und Tricks, die dem Leser an dieser Stelle viele im Buch bereits erwähnten Besonderheiten von Groovy wieder in Erinnerung ruft. Ich persönlich habe dieses Kapitel besonders genossen, da es die zahlreichen Möglichkeiten zeigt, wie man Groovy sinnvoll in seine tägliche Arbeit integrieren kann. Da Dierk König sozusagen ein alter Hase im Bereich Unit-Testing ist, darf natürlich ein eigenes Kapitel über Unit-Testing mit Groovy nicht fehlen. Wie so oft macht Groovy das Leben hier auch deutlich einfacher, jUnit ist nämlich bereits mit an Bord und spezielle Groovy-Klassen sorgen für Spaß beim Testen. Das zweitletzte Kapitel von Guillaume Laforge behandelt "Groovy on Windows" und erklärt u.a., wie man von Groovy auf bekannte Windows-Programme zugreifen kann. Das letzte Kapitel, der "Bonus Track", ist ein Ausblick und eine kurze Einführung in das Grails-Web-Framework, welches Groovy einsetzt. Grails wird anhand eines Gesprächs zwischen den Entwicklern Dierk und Guillaume :-) vorgestellt und dieses Kapitel darf gleichzeitig als krönender Abschluss dieses Buches gelten. Die Anhänge enthalten u.a. eine GDK Quick Reference sowie Cheat Sheets - beides sind unentbehrliche Tools für die Arbeit mit Groovy. Wenn Sie sich mit Groovy beschäftigen, werden Sie um dieses Buch nicht herum kommen!





