Artikel

 
Juni 2009 | Artikel

tc Server: Apache Tomcat im Enterprisepaket von SpringSource

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/artikel/2364)

Den Kater fürs Unternehmen herausgeputzt

Text: Markus Stäuble
  • Teilen
  • kommentieren
  • empfehlen
  • Bookmark and Share
Um vorhandene Möglichkeiten der JEE zu nutzen, ist es nicht immer notwendig, einen kompletten JEE-Applikationsserver einzusetzen. In vielen Anwendungsfällen ist es völlig ausreichend, einen leichtgewichtigeren Container wie Apache Tomcat oder Jetty heranzuziehen. In diesen Szenarien wird oft eine Kombination mit dem Spring Framework verwendet. Bei einem Einsatz im Unternehmensumfeld werden schnell hohe Anforderungen an Monitoring und auch vorhandenen Support gestellt. SpringSource hat hierfür eine Antwort mit dem kommenden tc Server im Portfolio.
Teil 1   Teil 2   

Die Standardinstallation eines Apache Tomcat besteht aus einem Herunterladen des Archives von der Webseite und dem Entpacken dieses Archivs. Nun kann bereits die erste Webanwendung installiert werden. Für eine Entwicklungsumgebung ist das natürlich sehr bequem und auch völlig unproblematisch. Die Herausforderungen entstehen bei einem Livegang, denn die Anforderungen für den Betrieb sind sehr unterschiedlich im Vergleich zur Entwicklung. Hier geht es u. a. darum, dass der Apache Tomcat richtig konfiguriert wird. Dazu kommt, dass man hier zumeist mit einer Instanz nicht auskommt. Diese Instanzen müssen sich auch in ein Monitoring einfügen. Eine Lösung auf Basis des Apache Tomcat 6.0.19 ist der tc Server von SpringSource. Er besteht aus den folgenden drei Komponenten:

  • AMS (Application Management Suite) Server
  • AMS Agent
  • tc Server Application Server (häufig tc Server genannt)

Der augenscheinlichste Unterschied ist mit Sicherheit die Application Management Suite (AMS). Eine komplette Tabelle mit den Unterschieden zwischen Apache Tomcat und tc Server ist in der Dokumentation des tc Servers enthalten.

Installation: Wie funktioniert es?

Für einen ersten Test des tc Servers kann eine Evaluierungsversion in Form eines Archivs von der Webseite von SpringSource heruntergeladen werden. Nach dem Entpacken des Archivs kann der Installer über run.bat (oder run.sh) gestartet werden. Über den Installer können alle drei Komponenten (AMS Server, AMS Agent und tc Server) installiert werden. Für den ersten Test können auch alle drei Komponenten auf einem System installiert werden. Im produktiven Betrieb sollte man sich über eine verteilte Installation Gedanken machen. Eine mögliche Systemarchitektur einer tc Server-Installation ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Nach dem Start des zuvor erwähnten Installer wird die vorhandene Umgebung geprüft. Nach dieser Prüfung präsentiert sich der Installer als interaktive Kommandozeilenanwendung. Zunächst muss hier ausgewählt werden, welche Komponente installiert werden soll. Die drei Komponenten werden standardmäßig in drei separaten Verzeichnissen installiert. Die Struktur dieser Verzeichnisse ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

Im Verzeichnis tomcat-6.0.19.A innerhalb von tcServer -6.0 befindet sich der Apache Tomcat. Es ist möglich, direkt diese Instanz zu verwenden. Darüber hinaus können aber auch neue Instanzen mit dem Skript tcserver-instance.bat (oder tcserver-instance.sh) erzeugt werden. Diese Instanzen werden mit einer leicht angepassten Struktur des Verzeichnisses (in der Dokumentation als "SpringSource Layout" bezeichnet) angelegt. Die Unterschiede zur Standardstruktur (in der Dokumentation als "ASF Layout" bezeichnet) sind minimal. Ein nennenswerter Unterschied ist die Trennung der Konfiguration von den Laufzeitbibliotheken für den Server. D.h. nach der Erzeugung einer Instanz im SpringSource Layout befinden sich nur Konfigurationsdateien in diesem Verzeichnis. Es werden die Bibliotheken aus dem bereits erwähnten Verzeichnis tomcat-6.0.19.A verwendet.

Teil 1   Teil 2   

Anzeige

Kommentare


Anzeige

zurück zum Seitenanfang