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August 2010 | Artikel

Silverlight für Java Enterprise!?

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/artikel/3292)

Enterprise/Java-Benutzerschnittstellen mit Silverlight

Text: Wolfgang Pleus
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Mit Silverlight steht eine leistungsfähige Technologie zur Verfügung, die neue und innovative Möglichkeiten zum Design und zur Realisierung von Benutzerschnittstellen bietet. Sie ist universell einsetzbar und eignet sich ebenfalls zur Erstellung von Java Enterprise Frontends. Dieser Artikel zeigt, wie Silverlight mit JEE kombiniert werden kann, um Benutzerschnittstellen zu erstellen, die Anwender begeistern.
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Die Entwicklungen im Bereich der RIA-Technologien geben Grund zu der Annahme, dass sie die nähere Zukunft der Frontend-Entwicklung maßgeblich beeinflussen werden, verbinden sie doch Merkmale von Desktop- und Webanwendungen in einem einheitlichen Entwicklungsmodell. Aktuell sind die wichtigsten Technologien Adobe Flex, JavaFX und Microsoft Silverlight. Dieser Artikel soll zeigen, was Silverlight als Frontend-Technologie insbesondere für Java-Enterprise-Anwendungen zu bieten hat. Falls nicht explizit erwähnt, bezieht er sich auf die aktuelle Version Silverlight 3. Polyglotte-Entwicklung, das heißt der Einsatz verschiedener Programmiersprachen und Technologien innerhalb eines Projekts, findet immer größere Verbreitung. Im Sinne eines "Best of Breed"-Ansatzes kann auch Silverlight eine wichtige Rolle spielen. Silverlight ist eine enorm leistungsfähige Technologie, die in ihrer Produktivität Maßstäbe setzt. Daher kann der Einsatz auch im Kontext von Java-Enterprise-Anwendungen sinnvoll sein.

Rich Internet Applications
Silverlight verfügt über weitreichende Merkmale zur Erstellung von Rich Internet Applications. Dazu gehören 3-D-Transformationen, Storyboard-basierte Animationen, Deep Links, Audio- und Videounterstützung und Out-of-Browser-Betrieb, um nur einige zu nennen. Viele interessante Beispiele sind unter [8] zu sehen. Obwohl diese Merkmale am ehesten für das Beeindrucken geeignet sind, sind sie nicht Gegenstand dieses Artikels. Stattdessen konzentriert er sich auf die Merkmale, die zur Erstellung von Oberflächen für JEE-Geschäftsanwendungen besonders relevant sind.

Write once, run...
Als Java-Entwickler sind wir es gewohnt, dass unsere Anwendungen auf einer Vielzahl unterschiedlicher Plattformen ohne spezifische Codeanpassungen laufen. Für eine Technologie aus dem Hause Microsoft ist das nicht selbstverständlich und bedarf einer genaueren Erläuterung. Auf der Clientseite handelt es sich bei Silverlight um ein Browser-Plug-in. Es beinhaltet die so genannte CoreCLR, eine Version der .NET Common Language Runtime. Die Runtime erlaubt es, .NET-Code, beispielsweise C#, für die Entwicklung von Silverlight-Anwendungen einzusetzen. Eine fertige Silverlight-Anwendung wird in Form einer XAP-Datei gepackt und ausgeliefert. Dabei handelt es sich um eine ZIP-Datei, die die Assemblies der Anwendung sowie ein Manifest enthält, das die Anwendung beschreibt. Eine Silverlight-Anwendung wird mittels des HTM-object-Elements in eine Webseite eingebettet (Listing 1).

Listing 1: Silverlight in einer HTML-Seite
  1. <object data="data:application/x-silverlight-2,"
  2. type="application/x-silverlight-2">
  3. <param name="source" value="ClientBin/SilverlightBookstore.xap"/>
  4. <param name="onError" value="onSilverlightError" />
  5. <param name="background" value="white" />
  6. <param name="minRuntimeVersion" value="3.0.40624.0" />
  7. <param name="autoUpgrade" value="true" />
  8. ...
  9. </object>

Serverseitig ist keine spezielle Installation erforderlich. Silverlight-Anwendungen können auf jedem beliebigen Betriebssystem und auf jedem Webserver bereitgestellt werden. Somit können Silverlight-Anwendungen problemlos auf einem JBoss- oder Weblogic-Server betrieben werden.

Clientseitig ist für die Ausführung das Silverlight-Plug-in erforderlich. Aktuell ist es in Version 3.0 für Windows 2000/XP/2003/Vista/7 für die Browser Firefox, Opera (inoffiziell), Google Chrome und Internet Explorer verfügbar. Für Mac OS X/Intel ist es für die Browser Safari und Firefox verfügbar. Im Rahmen des Moonlight-Projekts [1] entsteht eine Implementierung für Linux, die in der Version 3 für das dritte Quartal 2010 angekündigt ist. Unterstützung für die Mobilplattformen S60 und Windows Mobile sind geplant, aber noch nicht verfügbar. Damit unterstützt Silverlight bereits jetzt die populärsten Clientplattformen. Es ist anzunehmen, dass in Zukunft alle Plattformen, die über eine ausreichend große Benutzergruppe verfügen, mit einem entsprechenden Plug-in versorgt werden. Da die Plattformhersteller insbesondere im Mobile-Bereich dabei ein Wort mitzureden haben, hängt die Verbreitung stark von herstellerpolitischen Aspekten ab. Das betrifft nicht Silverlight allein, sondern prinzipiell alle RIA-Technologien. Im Umfeld von Unternehmensanwendungen ist dieser Punkt jedoch weniger relevant, da die Umgebungen hier meist homogen und gut steuerbar sind.

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Kommentare

Gravatar Sebastian Grassl 03.09.2010
um 08:12 Uhr
Hallo Herr Pleus,
sehr interesanter Artikel! Ich habe mir erlaubt in meinem Blog darauf hinzuweisen.
http://blogs.msdn.com/b/riablog/archive/2010/09/03/interessanter-artikel-zu-silverlight-f-252-r-java-enterprise.aspx
Viele Grüße
Sebastian Grassl
Produkt Marketing Silverlight, Microsoft Deutschland
#zitieren

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