JAXenter: Hallo Achim! Worum handelt es sich bei Jubula?
Achim Lörke: Jubula ist ein Werkzeug zur Erstellung, Ausführung und Analyse von automatisierten Akzeptanztests. Es werden Swing, SWT/RCP/GEF und HTML Anwendungen auf verschiedenen Plattformen unterstützt.
Jubulas Ziel ist es, die Benutzerperspektive frühzeitig und kontinuierlich (z.B. durch Continuous Integration) einzubinden, um möglichst viele Informationen aus dieser Sicht für die Entwicklung zu gewinnen.
Dabei handelt es sich nicht um den üblichen „CaptureReplay“-Ansatz für automatische GUI Tests. Im Gegenteil dazu erlaubt Jubula frühzeitiges Testen (vor der Verfügbarkeit einer Anwendung) ohne Programmieraufwand. Dabei werden bekannte Best Practices wie Lesbarkeit, Modularität und Wiederverwendung unterstützt, damit Tests leicht anzupassen sind und kontinuierliche Aussagen liefern können.
JAXenter: Was ist neu an der Indigo Version von Jubula?
Achim Lörke: Kurz gesagt – alles! Jubula wurde erst Ende 2010 als Projekt erstellt und hat kürzlich sein „Graduation Review“ bestanden. Damit ist Jubula 1.0 die erste (offizielle) Version und erscheint mit Eclipse Indigo.
JAXenter: Jubula ist in dem Package „Eclipse for Testers“ vertreten. Was ist in dem Paket enthalten? Was kann man damit machen?
Achim Lörke: Eclipse for Testers enthält zur Zeit neben dem Jubula Feature die Basis-Funktionen wie Mylyn, Team, Help und Marketplace. Unser Ziel ist es, an den Themen Testen, ALM und Anforderungsmanagement im Eclipse-Umfeld mitzuwirken. Dafür steht Eclipse for Testers.
Das Jubula Feature in Eclipse for Testers muss im Moment noch um die Server Komponente (AUT Agent) sowie die Datenbank-Treiber (für alles außer der eingebetteten Datenbank) ergänzt werden. Diese werden in Kürze über den Eclipse Marketplace verfügbar sein.
JAXenter: Welche anderen Highlights hat der Eclipse Indigo Release Train für dich?
Achim Lörke: Herausragend sind sicherlich die Unterstützung für Git und Maven sowie der WindowBuilder. Alle drei können das Leben für Entwickler deutlich einfacher machen. Mit WindowBuilder ist dann auch endlich ein hochwertiger GUI-Designer als OSS für Eclipse verfügbar. Und mit Scout gibt es einen weiteren Weg in Richtung Enterprise-Applications.
JAXenter: Welche Entwicklungen stehen bei Jubula für das kommende Eclipse Juno Release im nächsten Jahr an?
Achim Lörke: Wir arbeiten jetzt schon daran, dass der AUT Agent auch als Feature in Eclipse läuft. Wir planen auch eine Unterstützung für das Starten von Anwendungen über Launch Configurations, sodass man seinen Entwicklungsstand testen kann. Es sind auch Verbesserungen in der Informationsmenge beim Object Mapping vorgesehen und wir haben weitere große Themen geplant, die aber noch in der Diskussion sind. Näheres kann man im Eclipse Jubula-Forum oder auf der Entwickler-Mailingsliste erfahren.
JAXenter: Vielen Dank für dieses Gespräch!




