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November 2009 | Artikel

Eindrücke von der W-JAX

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/artikel/2665)

Scala, JSF und mehr

Text: Matthias Weßendorf
Am Dienstag bin ich rechtzeitig zur Clojure Einführung von Stefan Tilkov in München angekommen. Der Vortrag war eine sehr gute Einführung in das Thema. Den Hauptteil verbrachte Stefan auf der REPL (read-eval-print loop). Sehr cool!

Am Abend stand die ″Ballroom″ Veranstaltung auf dem Programm – eine gute Möglichkeit für das notwendige Networking auf einer Konferenz. In gemütlicher Runde würde bei einem Bier über verschiedene Themen, wie SOA, Groovy oder auch die Apache Software Foundation debattiert. Mittwoch standen verschiedene Programmiersprachen wie JRuby oder Scala auf meinem Ablaufplan. Ein Bericht zu Michael Johann’s ″JRuby on Rails - Grundlagen für Umsteiger″ Vortrag ist auf hier abrufbar. Nach der ″Scala at Work″ Keynote von Martin Odersky gab es weitere, tiefe Details von Martin zu Scala. Innerhalb des Scala-Day sprach er über ″the next five years″. Einen weiteren Scala Talk gab es von Heiko Seeberger. Er referierte über das Lift Web Framework. Lift ist ein populäres Web-Framework für Scala, das unter anderem Comet (auf Basis von Jetty) Support anbietet. Am späten Mittwochabend schaute ich mir ebenfalls an, wie Michael Johann in 45 Minuten einen einfachen Twitter Clone auf Basis von (J)Ruby on Rails erstellt. Nicht schlecht!

Am Donnerstag fand der JSF-Day auf der WJAX statt. Morgens um 8:30 hatte ich gemeinsam mit Lars Röwekamp eine Session, die die bunte JSF Community vorstellte. Neben den üblichen Bibliotheken gibt es eine Menge interessanter Tools rund um das Thema JSF. Im Anschluss stellte JSF Ikone Kito Mann die neue JSF 2.0 Version dem Publikum vor. Nach dem Mittagessen sah ich mir einen Vortrag von Martin Marinschek zum Thema ″Accessibility von Webanwendungen″ an. Dieser fand allerdings im Rahmen der Hauptkonferenz statt. Man merkt sehr deutlich, dass Martin über viel Praxiswissen in diesem Bereich verfügt. Der erste JSF-Tag auf der WJAX endete mit Vorträgen zum Testen von JSF, sowie einem praktischen Guide zum Erstellen von JSF 2.0 UI Components. Der JSF Day war gut besucht und den Teilnehmern wurden unterhaltsame Vorträge geboten.

Am Freitag, als die Hauptkonferenz bereits beendet war, gab es ein paar Sonderveranstaltungen, wie z.B. den JSF Experts Day. Mein Vortrag zu Server-Side-Push und dessen Kombination mit JavaServer Faces machte den Anfang. Andy Schwartz von Oracle folgte mit einem ″Component Framework Comparison″. Hier verglich er Wicket, Tapestry5 und JSF 2.0. Es war ein ehrlicher Vortrag, der auf verschiedene Feature der Frameworks einging und auch Stärken und Schwächen der einzelnen Frameworks herausarbeitete. Der Vortrag war deutlich über dem Niveau der sonst doch üblichen Artikel oder Blogs, die gezielt in das ″Bashing″ eines Frameworks, sei es Tapestry, JSF oder Wicket, gehen. Well done, Andy! Das Thema ″Security″ darf logischerweise nicht fehlen. Andreas Hartmann und Jens Deponte von der adesso AG gingen auf die von der OWASP aufgeführten Top-Ten-Angriffsarten und ihre Relevanz für JSF ein. Nach dem Mittagessen war Andy Schwartz mit einem detaillierten Vortrag zu einem der gut behüteten JSF 2.0 Feature, dem ″Behavior API″ auf der Bühne. Der Vortrag stellt das API und seine tollen Möglichkeiten im Detail vor. Der letzte Vortrag am Freitag war von Martin Marinschek mit dem Titel: ″Wie Sie Ihre JSF-Anwendung garantiert nicht produktiv bekommen″. In einem ironischen Stil zeigte er dem Publikum was sie alles machen können, damit eine Anwendung gerade NICHT in Produktion geht. Innerhalb des Vortrags wurde oft gelacht und einige Zuhörer hatten ebenfalls gute Anti-Patterns bereit.

Mein Fazit des W-JAX, inklusive beider JSF-Tage, ist positiv. Die (weite) Reise nach München hat sich gelohnt, nicht nur für JSF EG Member Andy Schwartz. Bis zum nächsten Jahr, liebe W-JAX!

Matthias Weßendorf arbeitet für die Oracle Corp. an ADF Faces und Apache Trinidad. Seit 2004 ist er PMC von Apache MyFaces. Matthias hat an verschiedenen internationalen Konferenzen als Redner teilgenommen.

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