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September 2009 | Artikel

BPMN - Vermittler zwischen den Welten - Teil 4

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/jaxenter/artikel/2547)

Ausführung des BPMN-Prozesses

Text: Volker Stiehl
Nachdem wir in den vorangegangenen Artikeln die Grundlagen der Business Process Modeling Notation, ihre Anreicherung mit den notwendigen technischen Details, die Zuweisung einer Benutzeroberfläche und die Einbindung in den Prozesskontext einer fachlichen sowie technischen Modellierung gezeigt haben, kommen wir im vierten und letzten Teil der Artikelreihe endlich zur Ausführung des BPMN-Prozesses.
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Nachdem wir im letzen Artikel unseren Beispielprozess fertig modelliert haben, steht dessen Ausführung an. Natürlich sollte der Prozess mit einem Klick übersetzt und auf den Java-Server deployt werden können. Idealerweise finden sich die Prozesse nach dem Deployment auf dem Server in einem Prozess-Repository wieder. Abbildung 1 zeigt beispielhaft einen Blick in das Repository von SAP NetWeaver BPM.

Sie erkennen die auf dem Server vorhandenen Prozesse (in der Abbildung mit "Components" überschrieben) mit ihren jeweiligen Versionen. Da es sich um lang laufende Prozesse handelt, muss die Laufzeit verschiedene Versionen vorhalten und ausführen können. Für unser "javamagazin"-Projekt existiert naturgemäß nur eine Version. Unterhalb der Tabelle für die verschiedenen Versionen findet sich eine Auflistung der Tasks und Prozessdefinitionen, die zur gewählten Komponente gehören. Schließlich könnte eine Komponente ja mehrere Prozesse umfassen. Unser Investitionsprozess ist selektiert, damit wir uns sein dazugehöriges Modell ansehen können. Ein wesentlicher Aspekt eines Geschäftsprozessmanagementsystems ist es, jederzeit auf das ursprüngliche BPMN-basierte Modell zurückgreifen zu können und es je nach Kontext unterschiedlich zu verwenden. In unserem Repository dient es dem Administrator zur schnellen Orientierung, um welche Prozesse es sich handelt und wie deren Abläufe konkret aussehen. Klickt er beispielsweise in Abbildung 1 auf den "Process Flow"-Button, so erhält er den Prozessfluss unseres Investitionsprozesses, der mit dem in der Entwicklungsumgebung erstellten identisch ist (Abb. 2).

So kann der Start des richtigen Prozesses sichergestellt werden. Neben der Möglichkeit, den Prozess aus dem Repository heraus zu instanziieren, kann er natürlich auch per Web-Service-Aufruf aktiviert werden. Man könnte bei der Modellierung hinter dem Startereignis Daten definieren, die per Web-Service-Aufruf gefüllt werden und somit die Initialbelegung des Prozesskontextes darstellen.

Zentrale Taskverwaltung zur Übersicht der anstehenden Aufgaben
Einmal gestartet, muss die Runtime des Prozessframeworks für das Versenden von Benachrichtigungen sorgen, damit die verschiedenen Rollen über ihre Prozessbeteiligung informiert werden. Das könnte über E-Mail oder über eine zentrale Aufgabenverwaltung innerhalb eines Portals erfolgen, wie das in Abbildung 3 dargestellt ist. Sie listet die für den aktuellen Benutzer relevanten Aufgaben auf und ermöglicht die Navigation zu den einzelnen Tasks.

Durch einen Klick auf den Link wird der Endanwender automatisch zum Formular für die Eingabe seines Antrags geführt (Abb. 4). Während der Modellierung hätten wir auch ganzen Gruppen bzw. Rollen diese Aktivität zuweisen können. Nachdem sich ein Mitglied einer solchen Gruppe/Rolle für die Bearbeitung entschieden hat, muss der Eintrag bei den anderen Mitgliedern selbstverständlich verschwinden, um eine Doppelbearbeitung zu verhindern.

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