Liebe Leserinnen und Leser!
Sie halten eine ganz besondere Ausgabe des dot.NET Magazins in Ihren Händen. Denn auf der beiliegenden DVD finden Sie das gesamte Archiv mit allen Ausgaben des dot.NET Magazins aus dem vergangenen Jahr. Wie das erste Cover groß verkündet, sind das über 1 000 Seiten bzw. mehr als 150 Artikel. Das alles haben wir mit einer soliden Suche versehen, sodass Sie schnell und einfach die richtige Auswahl interessanter Fachartikel finden!
Für unsere Abonnenten bieten wir unsere neue INTELLIBOOK-Technologie an: Mit INTELLIBOOK können Sie komfortabel auf Ihre Jahresarchive zugreifen, egal zu welcher Tages- oder Nachzeit und von jedem Ort, sofern Sie dort online sind. Sie können die Artikel auch als PDF speichern und so ganz einfach eine Offline-Bibliothek nach Ihren Wünschen zusammenstellen. Die Bedienung ist einfach, die Installation der Adobe AIR-basierten App ist unkompliziert und funktioniert für Windows- und Apple-User. Übrigens, wer für einen kleinen Aufpreis Zugriff auf alle Jahrgänge des dot.NET Magazins bestellen möchte, kann dies über http://intellibook.de/abonnement tun.
Agile Momente
Agile Softwareentwicklung ist heute kein Geheimtipp mehr oder die fixe Idee einiger Weltverbesserer. Agile Methoden wie Scrum, Crystal, Extrem Programming (XP) und als Add-on auch Lean und Kanban sind inzwischen weit verbreitet. In manchen Bereichen sind sie noch ein Hype, in anderen schon Alltag aber insgesamt in der Industrie angekommen.
Dennoch dürfte der Löwenanteil der Softwareprojekte immer noch nach dem Wasserfall- oder V-Modell geplant werden. Aber ein Blick auf die agilen Alternativen lohnt sich – gerade für Entwickler. Verhindert richtig eingesetzte Agilität doch das unnötige Schreiben von Funktionalitäten und Features, die später doch nicht mehr gebraucht werden. Continous Integration und zeitnahes Testen ersparen ermüdende Test- und Debugging-Marathons kurz nach der geplanten Deadline. Gerade beim Projektabschluss zeigt sich die Stärke agiler Methoden, denn die Quote erfolgreicher Projekt liegt höher als bei vielen anderen Verfahren. Ein Aspekt den auch große Unternehmen wie Google oder Microsoft zu schätzen wissen. Ein Grund dafür ist, dass z.B. die Entwickler bei der Aufwandsschätzung ihre Erfahrung mit einbringen und so realistische Ziele formuliert werden. Das ist einer der großen Vorteile sich selbst organisierender Teams, denn Selbstorganisation führt nicht ins Chaos, sondern zu einer kommunikativen, disziplinierten und zielstrebigen Teamarbeit im Interesse des Projekts.
Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt oder Glanz verspricht, auch agile Projekte laufen nur, wenn alle Beteiligten hart am Erfolg arbeiten und sich nicht blenden lassen. Das kann leicht passieren, wenn man Agilität mit Flexibilität verwechselt. Agiles Vorgehen kann nicht bis zu jedem Grad ge- oder verbogen werden, aber es kann schnell auf Änderungen in den Anforderungen reagieren und dabei dennoch die gewünschte Qualität halten.
Und wenn jetzt von der notorischen Nörglerfraktion die Frage kommt: „Und was bringt uns jetzt agil?“ kann man nur antworten: Neben funktionierender Software und zufriedener Kunden – vor allem zufriedene Entwickler, die den Erfolg ihres Projekts genießen können.
Agil im Heft
Im dot.NET Magazin haben wir schon zahlreiche Artikel zu agilen Themen veröffentlicht und werden das auch in Zukunft tun. Schauen Sie sich einfach auf der Heft-DVD um. Dort finden Sie Einführungen, Praxistipps und interessante Erfahrungsberichte zu diesem Thema.
In dieser Ausgabe beantworten wir die Frage: Wie fangen wir‘s an? Frank Düsterbeck gibt Ihnen dazu in seinem Artikel „Schritt für Schritt in die Agilität“ (S. 24) Tipps, wie sich ein Projektstart in mehrere Phasen aufteilen lässt, um eine einfache und transparente Aufgabenplanung zu erreichen.
Wenn das Projekt dann läuft, kommen naturgemäß die nächsten Hürden und Wünsche. Manfred Steyer hat dazu in seinem neuen Buch „Agile Muster und Methoden“ einen Katalog erarbeitet, der Projektteams eine Grundlage für die Erstellung einer agilen Methode erlaubt, die den Bedürfnissen des Projekts angepasst ist. In dem Buchauszug auf Seite 30 sehen Sie einige Beispiele dazu. Und auf der DVD finden Sie als Bonus-Video von der BASTA! Spring 2010 die Session „Agile Projekte mit Scrum – Grundlagen und Praxis“ von Gerhard Fließ.
Viel Spaß und Erfolg mit Ihren (agilen) Projekten!
Mirko Schrempp, Leitender Redakteur
PS: Kommentare, Anregungen und Ideen sind uns immer willkommen unter: redaktion@dotnet-magazin.de