Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr 2010 neigt sich seinem Ende zu, die Tage sind kurz und kalt, doch im Licht der bunt leuchtenden Monitore lassen sich nun prima Lebkuchen knabbern und Tee trinken. Und vielleicht ist ein bisschen Ruhe gar nicht so schlecht, um auf ein für die .NET-Welt ereignisreiches Jahr mit vielen neuen Produktversionen zurückzublicken. Aus Entwicklersicht sind sicher Visual Studio 2010 mit Team Foundation Server und .NET 4 sowie C#, Silverlight 4 und F# 2.0 als Highlights zu nennen. Aber auch mit den neuen Versionen von Share- Point 2010 und Office 2010 bieten sich Entwicklern neue Möglichkeiten. Das größte Angebot für neue Entwicklungsideen dürfte allerdings das Windows Phone 7 bieten – schauen Sie sich den Emulator im VS 2010 doch mal in Ruhe an. Wenn Ihnen noch einige der neuen Versionen fehlen, schreiben Sie sie doch noch schnell auf den Wunschzettel für den Weihnachtsmann – es darf natürlich auch ein neues Telefon sein.
Himmlische Aussichten
Doch außer dem Christkind steht auch noch anderes vor der Tür – Microsoft hat sich auch für 2011 viel vorgenommen und das Stichwort dazu ist Windows Azure. Auch wenn es schon in diesem Jahr verfügbar war, wird es sein entscheidendes Moment erst in den kommenden Jahren voll ausspielen. Wer die PDC oder die TechEd in Berlin auch nur am Rande verfolgt hat, konnte feststellen, dass Microsoft mit dem Cloud Computing ernst machen will. In Zukunft stehen Ihnen als Entwicklern die Cloud, der Desktop und mobile Geräte als Arbeitsfeld im Kontext von Windows Azure zur Verfügung. Ob es der gehostete TFS ist, die volle Unterstützung für Azure im Visual Studio oder der BPOS-Nachfolger Office 365, das ab kommendem Frühjahr auf den Markt kommt. Ihnen stellen sich viele neue Herausforderungen, die Sie – und das wird nun von Microsoft immer wieder hervorgehoben – mit Ihren gewohnten Tools angehen können. Aber der Schritt in die Cloud öffnet auch neue Türen und senkt die Hürden zwischen den Welten. Ob es das Web, mobile Geräte, Java-basierte Systeme, neue Tool-Optionen oder IT-Landschaft im eigenen Unternehmenist, Cloud Computing setzt ein neues Paradigma, dem wir uns auch mit dem dot.NET-Magazin verstärkt widmen werden und dem Sie als Entwickler Ihre Aufmerksamkeit schenken sollten.
Hierzu noch ein Buchtipp in eigener Sache: Aktuell ist in unserem Buchverlag entwickler.press von Mario Meir-Huber, der Ihnen auch als dot.NET-Magazin-Autor und BASTA!-Speaker bekannt ist, der Titel „Cloud Computing. Praxisratgeber und Einstiegsstrategien“ erschienen.
Die Cloud in dieser Ausgabe
In dieser Ausgabe finden Sie zum Thema Cloud Computing auf Seite 100 von Sebastian Gerling den Artikel „Microsoft Online Services auf dem Prüfstand“, in dem er der Frage nachgeht, wie Enterprise-ready das Onlineangebot „Business Productivity Online Suite“ (BPOS) von Microsoft ist. Dazu stellt er grundlegende Cloud-Konzepte vor und geht dann im Detail auf die Besonderheit von BPOS am Beispiel von SharePoint-Online ein.
Unter dem Titel „Mehrsprachigkeit und die Konsequenzen“ beschreibt Oliver Sturm (S. 20), welche Verantwortung die technischen Möglichkeiten der neuen Sprachen auf der .NET-Plattform mit sich bringen. Denn statt klarer Linien gibt es immer mehr Auswahl – und hier die richtige Sprache für das angestrebte Ziel zu wählen, will gelernt und gut überlegt sein. Dazu finden Sie von Oliver Sturm auf der Heft-CD noch ein Video zum Thema Mehrsprachigkeit von der BASTA! 2010. Vor dem Neuen nicht die Augen verschließen, sondern genau hinsehen, was sich damit machen und erreichen lässt, ist dabei sein wichtigster Tipp.
Im diesem Sinne ein schönes Weihnachtsfest und ein spannendes Neues Jahr in den Wolken.
Mirko Schrempp, Leitender Redakteur
PS: Kommentare, Anregungen und Ideen sind uns immer willkommen unter:
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