Buch-Tipp

Komponentenbasierte Softwareentwicklung mit MDA, UML und XML

(Link zum Artikel: http://www.it-republik.de/dotnet/buchtipps/000350)
  • Autor/in: Andreas Andresen
  • Verlag: Carl Hanser Verlag
  • Seiten: 358
  • erschienen: 2004
  • Preis: EUR 34,90
  • ISBN: ISBN: 3-446-22915-9

Die Durchführung von Softwareprojekten ist inzwischen Thema zahlreicher Bücher. Das hier vorgestellte Buch beschäftigt sich mit einem Vorgehensmodell zur Durchführung von Projekten in heterogenen Systemen, welches dabei immer die Verwendung von Komponenten als Schwerpunkt hat. Dazu werden die im Titel angegebenen Techniken wie die UML zur Notation und Vorgehensweisen der MDA bei der Softwareentwicklung verwendet.

Bis einschließlich Kapitel fünf werden zu Beginn die Grundlagen für eine komponentenbasierte Softwareentwicklung geschaffen. Dabei werden die Inhalte der Kapitel immer auf die Entwicklung von Softwarekomponenten fokussiert. Die Einführung umfasst die Vorstellung von Vorgehensmodellen, die Verwendung der UML zur Notation von Komponenten, einen Einblick in Softwarearchitektur und die Besprechung des agilen Vorgehensmodells.

Nach diesem Überblick werden die Komponenten verschiedener Architekturen vorgestellt. Die Business-Architektur beschreibt die Gesamtsicht der verschiedenen Akteure und Projektbeteiligten auf das zukünftige System. Die Referenzarchitektur betrachtet die Komponenten eines Systems aus logischer Sicht unabhängig von einem bestimmten Komponentenmodell (J2EE, .NET). Die Umsetzung der Referenzarchitektur über ein konkretes Framework wird in der Anwendungsarchitektur betrachtet. Im letzten Schritt werden die Komponenten der Anwendungsarchitektur in das System integriert. Diesen Vorgang beschreibt die Systemarchitektur. Die Kapitel zu den verschiedenen Architekturen werden von einem durchgehenden Beispiel begleitet, welches ein Unternehmensportal mittels der J2EE und EJBs realisiert.

Damit die Architekturen auch in konkrete Realisierungen umgesetzt werden können, werden die Komponenten-Standards J2EE, CORBA, COM+ und .NET vor- und gegenübergestellt. Die beiden letzten Kapitel beschäftigen sich mit der Wiederverwendung und Qualitätssicherung sowie Fragen des Projektmanagements.

Für den Einsteiger in diesen Themenbereich geht das Buch zu schnell in die Vollen. Es ist eben auch nicht zur Grundlagenvermittlung gedacht, sondern setzt ein Basiswissen in den Bereichen Softwareentwicklung, UML und MDA bereits voraus. Für Personen dagegen, die sich in diesem Gebiet weiterbilden wollen, neue Vorgehensweisen kennen lernen möchten und speziell auf Komponenten ausgerichtete Vorgehensmodelle benötigen, enthält es in jedem Fall sehr interessante Informationen.

von Dirk Frischalowski

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