Das Fraunhofer Institut für Software- und Systemtechnik (ISST) hat im Auftrag der Bücker GmbH aus Düsseldorf in einer aktuellen Studie drei "Business Process Management Suiten" miteinander verglichen. Dabei wurde für die Untersuchung aus den derzeit rund 150 Anbietern die IBM WebSphere Toolsuite, eine kommerzielle Toolsuite von SAP und IDS Scheer und eine freie Toolsuite aus den Angeboten von Intalio und Liferay ausgewählt. Die Studie untersucht die Frage, wie Defizite in den Systemen ausgeglichen oder gemindert werden können und will darüber hinaus auf Basis einer Kosten-Nutzen-Relation untersuchen, welche Lösung sich für welche Aufgabe am besten eignet.
Im Ergebnis stellt die Studie fest, dass IBM zwar weder eine homogene BPM-Suite noch eine homogene Bedienung speziell für Entwickler anbiete, sich gleichwohl aber dem Ziel über eine föderierte Interoperabilität über mehrere Produkte annähert. Dabei sei besonders der Gesamtzusammenhang in der IBM-Werkzeupalette vorteilhaft, die allerdings "ihren Preis" habe.
Das Angebot von SAP NetWeaver und ARIS hingegen sei aufgrund der zehnjährigen Partnerschaft ein "relativ gut eingespieltes Paar". Dabei erfordere allerdings NetWeaver sehr hohe Ressourcen und Installationsgeschick, so dass die Studie empfiehlt die Installation vom Anbieter vornehmen zu lassen. Von dieser Hürde abgesehen stelle NetWeaver aber eine "sehr mächtige Ausführungsplattform" dar. ARIS von IDS Scheer wiederum sei eine zwar hochpreisige, aber zugleich sehr starke Design- und Controlling-Plattform.
Intalio eigne sich der Studie zufolge aufgrund seiner Standardkonformität und der durchgängigen Darstellung in Modellierung und Implementierung besonders für kleinere Projekte sehr gut. Liferay stehe im Basis-Funktionsumfang dem WebSphere-Portal kaum nach, wobei es defaultmäßig allerdings weniger DMS- und Such-Funktionalität und Anwendungsmodule gebe. Zu beachten sei aber, dass es sich bei Intalio und Liferay um relativ kleine Firmen handle, so die Studie.










