Kolumnen
Perspektivenwechsel - eine agile Kolumne
Es ist ja geradezu "retro", mit welcher Häufigkeit Retro-Wellen die Modewelt überschwemmen. Plötzlich sieht man wieder Kleidungsstücke wie Schlaghosen oder Moonboots in den Schaufenstern und auf den Straßen, wo man die doch gerade erfolgreich verdrängt hatte. Aber auch im Musikbusiness wird regelmäßig "gecovert". Aus alten Hits werden neu aufgepeppte oder manchmal auch überraschend wenig veränderte neue Versionen.
Kapitel 1: Die Zeugnissprache
Der gemeine Geek begegnet in seinem Arbeitsleben vielen eigenartigen Kreaturen. Als da wären z. B. die Bewohner des Planeten Ichwillia, die Patronen, die sich durch ein extrem nerviges Fordern und Herumnörgeln auszeichnen. Oder das Volk der barbarischen PMs vom Planeten Wenig-Ahnungus, die nur selten das machen können, was sie von anderen verlangen, worin sie aber meistens sehr hartnäckig sind. Aber auch die Vertreter der Spezies der Verwalter vom Planeten Manageria bleiben für einen Geek in nahezu 99,9 % aller Fälle (mehr Neunen kann er sich finanziell nicht leisten) ein ewiges Rätsel der Unlogik und Nichtnachvollziehbarkeit. So viele Spezies, so viele Eigenarten, so viele unerklärliche Phänomene. Der arme Geek, wenn er nicht darauf vorbereitet ist, bricht er unter dem Gewicht der Dinge zusammen, die weit jenseits der logischen Schlichtheit der Technik liegen. Diese Kolumne hat zum Zweck, ihn beim Sturz in das Arbeitsleben zu unterstützen und ihm die wichtigsten Sachverhalte in seiner Sprache zu erläutern.
Perspektivenwechsel
Da bietet man als Scrum Master dem Team an, das Sprint-Burndown-Diagramm zu erstellen und zu aktualisieren, und jetzt so etwas: Dass ich abends die Restaufwände der Entwickler benötige, scheint hier niemanden zu interessieren. Ich bekomme immer nur einen Bruchteil der Zahlen – so kann kein vernünftiges Burndown entstehen? Da passt es gut ins Bild, dass heute ein Entwickler meinte, das Sprint Burndown sei sowieso unnütz. Soll ich noch einmal eine E-Mail an alle Entwickler schicken, mit der dringenden Aufforderung, die Zahlen zukünftig verlässlich zu liefern?
Wie ist das bei Ihnen eigentlich mit den Grüner-Punkt-Verpackungen geregelt? Haben Sie gelbe Tonnen oder gelbe Säcke? Wir haben gelbe Säcke. Davon kann man sich in Läden dann immer neue Rollen holen. O.K., meistens bekommt man einen "Hamm' wir nicht mehr"-Anschiss. Aber wenn man hartnäckig genug ist, bekommt man seine neuen gelben Säcke. Die füllt man dann eifrig und stellt sie alle zwei Wochen zur Abholung an die Straße.
Von Versprechen in der Politik und in der IT
Alle 4 Jahre wieder wählen wir den deutschen Bundestag (oder auch schon mal etwas eher). Diverse Parteien und Gruppierungen mit den unterschiedlichsten Programmen und Versprechen buhlen um unsere Stimmen. Dabei werden die verschiedenen Sichtweisen der Parteien in hitzigen Diskussionen unters Volk gebracht. Beim Volk kommt allerdings gar nicht so viel von den Inhalten an, oder sie glauben nicht, dass es relevante Unterschiede zwischen den Parteien gibt. Jedenfalls treffen immer mehr Wähler ihre Wahlentscheidung sehr spät. Und immer mehr Wahlberechtigte entscheiden sich dafür, von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch zu machen. Ein Grund liegt sicherlich darin, dass die Bürger den Versprechen der politischen Parteien immer weniger glauben.
Vom Aussterben der Dinosaurier und Projektehen am Abgrund
Seit nunmehr fast 7 Jahren arbeite ich in einem agilen Softwareprojekt. Das ist eine lange Zeit – länger als manch eine Ehe hält. Vieles hat sich in den Jahren verändert. Was sich aber nicht verändert hat, ist die Tatsache, dass wir als Auftragnehmer neue Anforderungen des Kunden schätzen und (leider) als Festpreis anbieten müssen. So ist unsere Projektehe schon so manches Mal an ihre Grenzen geraten! Dabei spielt das Schätzen eine wichtige Rolle, sodass wir als Entwicklungsteam unser Schätzverfahren über die Jahre ständig verbessert haben.
Perspektivenwechsel Teil 10
Meine Frau hat meinem Sohn Mika ein neues Wort beigebracht: "Warum". Und darin hat er den schwarzen Gürtel. Vor Kurzem führten wir gemeinsam diese Analyse durch:
Perspektivenwechsel Teil 8
Hallo! Können Sie sich noch an mich erinnern? Ich hatte
hier an dieser Stelle vor ca. einem halben Jahr von meinen Erfahrungen mit Selbstorganisation in Teams berichtet – bzw. eher davon, wie und warum uns das damals nicht geglückt ist. Wir hatten nicht verstanden, dass selbstorganisierte Teams nicht richtig funktionieren, wenn man Ihnen ständig reinredet. Und sie funktionieren selten, wenn man sie einfach sich selbst überlässt. Sie brauchen Führung, aber eben nicht fachlich-inhaltlich, sondern im Teambildungsprozess. Mit dieser Erkenntnis hatte ich den Plan gefasst, das einmal im Projekt auszuprobieren. Wenn ich das nächste Mal zum Projektleiter ernannt würde, wollte ich meine Rolle als Führungskraft umdefinieren: Nicht mehr Führen durch Anweisen, sondern durch Dienen.
Perspektivenwechsel Teil 7
In der Clique sprechen alle von TDD (Test-driven Development, also testgetriebener Entwicklung). Aber wer macht es wirklich? Viele sagen, dass es sich merkwürdig anfühlt, nicht nur beim ersten Mal. Wir fragen Dr. T. D. Dommer, einen Experten auf dem Gebiet, mit welchen Fragen und Sorgen ihn junge Entwickler und Entwicklerinnen häufig aufsuchen. Schließlich scheint die Theorie zu TDD noch ziemlich einfach, aber wie kann der Funke überspringen, der den Anfänger zum eleganten Könner macht?
E-Mails: Fluch oder Nervensägen?
An manchen Tagen bekomme ich 30 bis 40 E-Mails (Spam nicht mitgezählt). Das sind dann die guten Tage, denn in der Regel sind es eher 50 bis 60! Wenn es mal passieren sollte, dass ich eines Tages keine einzige E-Mail bekomme, dann kann das nur zwei Gründe haben: Entweder gibt es ein Problem mit unserem Mailserver oder ich wurde gefeuert! Tatsächlich sind E-Mails (im Beruf) zum Hauptkommunikationsmedium für mich geworden, und ich vermute, dass es vielen, vielen anderen ebenso geht – insbesondere in der IT. Das ist auch kein Wunder, dann E-Mails (und moderne Mail-Tools) bieten geradezu paradiesische Vorteile.
Zwischen Selbstorganisation und Selbstillusion
In der Kolumne "Perspektivenwechsel" plaudern Henning Wolf, Stefan Roock und Arne Roock aus dem agilen Nähkästchen. Teil 2: Projektleiter ist Out, ScrumMaster ist In!
"Das haben wir doch schon immer so gemacht!"
In der Kolumne "Perspektivenwechsel" plaudern Henning Wolf, Stefan Roock und Arne Roock aus dem agilen Nähkästchen. Teil 1: Was sich ein Experte für agile Software-Entwicklung alles anhören muss. Ein offenes Gespräch.
90 Prozent der Serverkapazitäten sind nicht ausgelastet? Das klingt nach verbranntem Geld, IT-Managern im Einkaufsrausch und den goldenen Zeiten unbegrenzter Budgets. Sicher, es gibt ein großes Potenzial im Rechnerbereich, das besser genutzt werden sollte. Aber es empfiehlt sich, sorgfältig darüber nachzudenken, wie das gehen könnte. Eine Servervirtualisierung verspricht hier viel: weniger Kosten für den Moloch Rechenzentrum, mehr Agilität und Dynamik für Unternehmen – und das alles mit weniger Hardware. Doch die Realität der Umsetzung hinkt dieser Vision noch etwas hinterher, schrecken doch Gespenster wie Lizenzkosten und Management-Overhead Interessenten noch ab. Was also ist an der Virtualisierung dran?
Es war einmal, vor gar nicht langer Zeit, da bevölkerten hunderte kleiner und mittlerer Unternehmen die IT-Welt. Mit ihren "best-of-breed"-Lösungen konnten sie sich am Markt behaupten, weil es ihnen gelungen war, für spezielle Aufgaben die jeweils besten Lösungen anbieten zu können ...
SOA ist heutzutage ein Begriff, der zumindest in IT-Kreisen und zunehmend in Wirtschaftskreisen geläufig, fast schon veraltet ist. Auf dem weltweiten Buchmarkt sind bis heute mehrere hundert Bücher mit "SOA" oder "Service-Oriented Architecture" im Titel erschienen. SOA wurde innerhalb von wenigen Jahren zu einem globalen Begriff. Die Marktkraft dieses Akronyms wurde so stark, dass es heute nahezu keinen IT-Anbieter mehr gibt, der seine Produkte nicht in Beziehung zu SOA setzt.